Die Trials-Spiele kennen, lieben und hassen bisher vor allem Xbox 360-Spieler. Den neuesten Ableger Trials Fusion könnt ihr aber auch auf PC, PS4 und Xbox One spielen. Entwickler Red Lynx bleibt bei seinem bewährten Spielprinzip.
Noch mal und noch mal und noch mal: Die Trials-Serie zeigt eindrucksvoll, dass ständige Wiederholungen nicht unbedingt öde sein müssen. Denn bei der eigenwilligsperrigen Motorrad-Simulation ist der Weg das Ziel, Geduld und Durchhaltevermögen sind obligatorisch. Dummerweise war der Raser-Hit bislang jedoch PC- und Xbox-Besitzern vorbehalten – bis jetzt. Denn mit Trials Fusion veröffentlicht Ubisoft den neuesten Serienteil nun auch für die PS4 und die Xbox One – und jetzt alle so: YEAH!
Das Grundprinzip des Geschicklichkeitstests bleibt auch in TrialsFusion bestehen: Man rast mit einem Motorrad möglichst fix von links nach rechts durch kurze Abschnitte – und umgeht dabei idealerweise sturzfrei diverse Hindernisse. Der Clou ist dabei die geniale Physik-Simulation: Nur wer das Gewicht seines Fahrers mit dem rechten Analogstick perfekt verlagert, hält ihn auf dem virtuellen Feuerstuhl.
Das klingt nun extrem einfach, kann aber selbst knallharte Experten in den Wahnsinn treiben: Wenn man etwa eine fast senkrechte Rampe hinauffahren oder mit dem Hinterrad über winzig kleine Plattformen hüpfen soll, dann kann das schon mal eine halbe Stunde dauern! Zum Glück sind auf den Strecken überall Rücksetzpunkte verteilt, bei denen die Motorrad-Tour nach einem Sturz wieder von vorne losgeht. Wer eine Goldmedaille abstauben will, der muss aber zwangsweise fehlerfrei durchkommen und eine vorgegebene Richtzeit unterbieten.
Vom Einsteiger zum Profi
Quelle: Ubisoft
Trials Fusion im Test: Red Lynx verzichtet auf Experimente. (3)
Der Karrieremodus enthält knapp 60 Strecken, deren Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf etwas zu abrupt ansteigt. Egal ob man nun durch ein Science-Ficton- Labor, eine Müllkippe oder einen Windräderpark brettert, zahlreiche animierte Details am Streckenrand hauchen der Welt Leben ein. Gelegentliche Technikrennen lockern das Geschehen zusätzlich auf: Bei diesen Sonderveranstaltungen muss man unter erschwerten Bedingungen fahren – etwa mit einem kaputten Vorderrad. Neu für ein Trials sind die Trick-Rennen: Mit Stick-Kommandos bringt man seinen Piloten dazu, wilde Akrobatik zu veranstalten – und sammelt so entsprechende Kombo-Punkte. Zudem gibt es für jeden Level drei unterschiedliche Bonus-Aufgaben: Mal werden bestimmte Tricks verlangt, mal muss man versteckte Objekte aktivieren bzw. aufspüren.
Erfüllte Ziele spülen wiederum Geld aufs virtuelle Konto. Mit der Kohle kauft man sich dann Klamotten für seinen Fahrer oder optische Motorrad- Verschönerungen, etwa schickere Reifen oder einen stylishen Sattel. Gesellige Raser versam- meln bis zu drei weitere Teilnehmer vorm Rechner und veranstalten lokale Mehrspieler-Matches – allerdings funktioniert das nur auf ausgewählten Strecken. Apropos Strecken: Der Nachschub an Spielumgebungen ist dank Editor gegeben – bereits in der Beta-Phase bastelte die Community einige imposante Werke zusammen.
Der Preis ist kein Scheiß
Trials Fusion ist also ein Gesamtpaket, das man als Fan der Serie annehmen muss und als interessierter Playstation-Neuling sowieso annehmen sollte – zumal der Preis mit 20 Euro für den Download extrem fair bemessen ist. Wer hingegen die Disc-Variante im Handel erwirbt, bezahlt das Doppelte, erhält dafür aber einen Code für den Season Pass. Letzterer kostet getrennt 20 Euro und enthält alle kommenden DLC-Pakete inklusive neuer Strecken. Eines sollte einem aber immer bewusst sein: Es wird Wiederholungen geben und geben und geben und …
