Transport Fever 3: Das Schönbau-Paradies bekommt deutlich komplexere Wirtschaftssysteme
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Wir hatten auf der Gamescom die Gelegenheit, das vor Kurzem angekündigte Transport Fever 3 zu spielen und uns ein genaues Bild von der aufgebohrten Wirtschaft zu machen.
Es wird wieder Zeit, eine virtuelle Modelleisenbahn aufzubauen. Seit Train Fever aus dem Jahre 2014 begeistern die Schweizer Entwickler von Urban Games Eisenbahnenthusiasten, Schönbauer und Wirtschaftssimulationsfans. Mit dem kürzlich angekündigten Transport Fever 3 geht die Reihe nun bereits in die vierte Runde.
Die Entwickler versprechen weiterentwickelte und verfeinerte Spielsysteme. Außerdem wird das Angebot an Transport-Möglichkeiten ausgebaut - unter anderem mit Hubschraubern. Wir hatten auf der Gamescom in Köln die Gelegenheit, den Entwicklern von Urban Games einen Besuch abzustatten und das Spiel selbst auszuprobieren.
Natürlichere Landschaften
Schon beim ersten Blick auf den Monitor mit der Anspielversion fällt auf, wie deutlich die Engine und die grafische Darstellung überarbeitet wurden. Die Landschaften von Transport Fever 3 sehen fantastisch aus. Die Entwickler erklären uns, dass sie nicht nur optisch eine Schippe draufgelegt haben, sondern auch bei der Art und Weise, wie die Karten generiert werden.
So gibt es jetzt verschiedene Regionen innerhalb einer Map, die sich klar voneinander unterscheiden können. Das Ziel war es, noch authentischere und natürlichere Landschaften zu erzeugen, die für mehr spielerische Abwechslung innerhalb einer Karte sorgen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Neben den generierten Karten soll es auch möglich sein, über einen Editor händisch eigene Maps zu bauen. Dazu können sogar vorhandene Höhenprofile geladen werden.
Quelle: Urban Games
Das gemäßigte Biom entspricht am ehesten dem, was wir hier in Mitteleuropa gewohnt sind.
Als Landschaftstypen sind wieder die drei aus dem Vorgänger bekannten Biome dabei: trocken, gemäßigt und tropisch. Ergänzt wird das Angebot nun noch mit dem neuen arktischen Landschaftstyp. Dieser zeichnet sich durch karge Tundra, bergiges Gelände sowie ausgedehnte Sumpfgebiete in den Ebenen aus. Dadurch entstehen völlig neue spielerische Herausforderungen.
Für all die Modellbau-Enthusiasten, die auch gerne Zeit damit verbringen, einfach nur das Treiben in ihrer Spielwelt zu beobachten, haben die Entwickler nun auch vollumfängliche Optionen für Tageszeit und Wetter integriert. Über einen Schieberegler lässt sich beides individuell einstellen. Die schicke Beleuchtung passt sich jeweils dynamisch daran an. Ein Traum für Schönbauer.
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Optimieren und Spezialisieren
Transport Fever 3 soll aber nicht nur erneut zum Paradies für Architekten von schicken virtuellen Modellbahnanlagen werden. Diesmal sollen auch Fans von Wirtschaftssimulationen so richtig auf ihre Kosten kommen. Die Vorgänger hatten bereits gute, simulierte Warenkreisläufe und eine gewisse wirtschaftliche Herausforderung am Anfang jeder Partie. Aber irgendwann schwamm man im Geld und konnte jedes sich neu stellende Problem einfach mit Geld verschwinden lassen.
Diesmal soll der Einstieg etwas erleichtert werden, dafür soll die wirtschaftliche Simulation hintenheraus für stetig neue Herausforderungen und damit langanhaltenden Spielspaß sorgen. Die Entwickler erklären uns das so, dass permanentes Optimieren in Transport Fever 3 an der Tagesordnung ist. Wenn eine Linie mit dem Transport von Waren oder Passagieren profitabel ist, bedeutet das nicht automatisch, dass das auch immer so bleibt. Die Umstände sollen sich immer wieder ändern und damit Anpassungen nötig machen.
Quelle: Urban Games
Hier werden Waren von einem Hafen (am unteren Bildrand) auf Trucks umgeschlagen. Auf der linken Seite ist das dazu benötigte Lagerhaus.
Der Spieler soll dabei die völlige Kontrolle über die gesamten Lieferketten bekommen. Außerdem soll es sich lohnen, die Transport-Infrastruktur zu spezialisieren. Dazu werden alle Transportgüter in vier Kategorien wie Stückgut, Flüssigkeiten und so weiter unterteilt. Transportieren wir zum Beispiel Rohöl, dauert das Verladen des Rohstoffs auf einen universellen LKW deutlich länger als auf einen spezialisierten Tanklaster.
Neu ist zudem, dass wir Waren jetzt in einem Lager zwischenparken müssen, wenn wir das Gut von einem Transportmittel auf ein anderes umschlagen wollen. Auch hier hilft es, spezialisierte Lager zu errichten, um die Kapazitäten und Ladegeschwindigkeiten zu erhöhen. Das gleiche gilt zudem für die Bahnhöfe, Truckstationen und so weiter.
