Die beste Lara aller Zeiten?!
In Ballereien beweist Lara Gelenkigkeit und die
Feuerkraft ihrer Pistolen.
Verdammt zum Erfolg - so leicht lässt sich die Ausgangssituation für das siebte Lara-Croft-Abenteuer beschreiben. Nachdem Angel of Darkness auf der PlayStation 2 aus diversen Gründen qualitativ und kommerziell hinter den Erwartungen blieb, wollte Eidos bei Legend nichts dem Zufall überlassen. Kurzerhand wurde Core Design (nach immerhin sechs Episoden!) die Entwicklung entzogen und an das ebenfalls hauseigene Studio Crystal Dynamics weitergegeben.
Die Macher von Hits wie Project: Snowblind und Legacy of Kain: Defiance haben ja schon mehrfach bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen. Aber nicht nur in technischer Hinsicht sollte sich bei Laras neuem Abenteuer einiges ändern. "Zurück zu den Wurzeln der Serie", gab Eidos als Motto von Tomb Raider: Legend aus, nicht zuletzt, um viele der vom letzten Teil der Serie verprellten Fans wieder zurückzugewinnen.
Busenwunder auf Weltreise
Laras Magnethaken erlaubt waghalsige Sprünge
über gähnende Abgründe.
Um es vorwegzunehmen: Diesmal hat Eidos praktisch alles richtig gemacht - nicht nur mit der mystisch angehauchten Story, die tiefe Einblicke in Laras Familienleben und ihre Vergangenheit erlaubt. Wie von den Fans gefordert, spielt die Handlung wieder mehr in uralten Tempeln, Gräbern und Heiligtümern, die Lara auf der Suche nach bestimmten Artefakten durchstöbert. In Legend verschlägt es die wohlgeformte Heldin unter anderem nach Bolivien, Peru, Ghana, Kasachstan und Nepal.
Jeder Schauplatz hat dabei sein eigenes Flair, wirkt in jeder Beziehung gelungen und ist auch perfekt inszeniert. In jedem Abschnitt gibt es zudem unzählige Secrets, für deren Entdeckung coole Bonus-Features winken. Wie schon in Angel of Darkness macht Lara auch diesmal wieder eine Großstadt unsicher, der Ausflug in das Nachtleben von Tokio wirkt aber bei weitem stimmiger als die wenig spektakuläre Jagd durch Pariser Hinterhöfe.
Quasi als Bonus wurde Laras herrschaftliches Anwesen Croft Manor ins Spiel aufgenommen. Dieser unabhängig vom Story-Modus anwählbare Level dient als zusätzliches Tutorial und Übungsparcours, auf dem es viel zu entdecken gibt.
Ballern, bis die Schwarte kracht
"Spektakulär" ist ein gutes Stichwort für die zahlreichen Actionsequenzen im Spiel, die in etwa zwei Drittel des Gameplays ausmachen. Wie es sich für ein zünftiges Tomb Raider-Abenteuer gehört, gibt es in regelmäßigen Abständen geradezu exzessive Ballereinlagen, die dank der intuitiven Steuerung gut funktionieren. Bei aktiviertem Zielmodus vollführt Lara Sidesteps und Salti, mit denen sie Feinden und Kugeln geschickt ausweichen kann.
Ist man nahe genug an den Gegnern dran, sorgen effektreiche Slow-Motion-Sequenzen für Abwechslung. Ein weiteres wichtiges Element in den Kämpfen sind zerstörbare Objekte, die per Einblendung der Y-Taste angezeigt werden. Ein simpler Tastendruck genügt und schon werden Feinde von einer Steinlawine überrollt oder von explodierenden Fässern überrascht.
Vollblutakrobatin
