Der Techniker hat wichtige Informationen für uns, nur drängt die Zeit.
Schmackhaft
Splinter Cell sieht klasse aus. Die Lichteffekte und -spielereien verwöhnen das Auge. Leider kann man von den 50 Frames eines Metal Gear Solid nur träumen. Relativ stabile 25 Bilder pro Sekunde trüben zwar zu keiner Zeit die Spielbarkeit, gerade in etwas weitläufigeren Arealen fällt die Bildrate aber des Öfteren ab. Für eine Konvertierung von der Xbox, die noch dazu auf der Unreal-Engine basiert, kann sich das Ergebnis aber absolut sehen lassen. Fishers Einsatzorte sind ebenso variantenreich wie eindrucksvoll. Eine in Flammen stehende Ölplattform spielt mit der optischen Wahrnehmung, in dunklen Gassen Chinas locken verschachtelte Holzkonstruktionen zu waghalsigen Klettereinlagen und an jeder zweiten Ecke könnte man stundenlang dem faszinierenden Spiel der Lichter zusehen. Zwar kann die PS2 kein Dolby Digital in Echtzeit bieten, aber auch so begeistert die Soundkulisse. Unaufdringliche Musik, die in spannenden Momenten den Puls noch weiter nach oben peitscht, stimmige Soundeffekte und die bereits erwähnte ordentliche Vertonung machen Splinter Cell zu einem Vorzeigeprodukt. Echte Kritikpunkte finden nur pedantische Naturen. Einige gescriptete Events sorgen für dezente Unfairness und generell gibt es ein paar Stellen, die nur durch Ausprobieren zu meistern sind. Hier wünschte man sich ein flexibleres Speichermanagement, doch die enorme Spannung, die immer wieder aufkommt, entschädigt mehr als genug für diesen Lapsus. Weniger verzeihlich sind die recht langen Ladezeiten.
