Dort oben bietet der Typ wirklich eine absolut geniale Zielscheibe.
Als die Testversion in unserer Redaktion eintrudelte, waren wir alle sehr gespannt, ob unsere hohen Erwartungen auch erfüllt würden. Nach ausgiebigen Schnüffel-Aktionen mit Sammy sind wir zu dem Schluss gekommen, dass euch mit Splinter Cell ein wirklich spannendes 2D-Stealth-Action-Adventure erwartet. Hat man jedoch bereits auf der PS2 oder der Xbox mit ihm Bekanntschaft gemacht, neigt man dazu, seine Erwartungen zu hoch zu schrauben. Allerdings war von vorneherein klar, dass sich einige Features kaum auf das Handheld übertragen lassen können. Ge- nau wie bei den 128-Bit-Kon-solen-Versionen wird Fisher aufgrund des Verschwindens zweier CIA-Agenten als letzte Geheimwaffe der Regierung hinzugezogen. An dieser Stelle dürft ihr in Sams Rolle schlüpfen. Nach wenigen Schritten werdet ihr allerdings feststellen, dass die Stabilisierung der nationalen Sicherheit nicht nur taktisches Geschick, sondern auch eine Portion Glück erfordert.
Kleinere Mankos
Mit Fishers Spionage-Gadgets Personen abzuhören, sich im Dunklen seines Nachtsichtgerätes mit integriertem Wärmesensor zu bedienen oder die Gegner mit einem Zielfernrohr ins Visier zu nehmen, ist dafür sowohl spannend als auch gut umgesetzt worden. Leider kommen diese Features aber nicht allzu oft zum Einsatz. Fishers Animationen hingegen, wenn er sich beispielsweise einen Abgrund hinunterseilt oder sich an Rohren entlanghangelt, sehen sehr realistisch aus. Auf Rollen als Ausweichmanöver oder auf den bekannten Split-Jump werdet ihr allerdings verzichten müssen. Dafür dürft ihr euch an sehr schönen Texturen erfreuen. Während des Spiels ist man nämlich häufig darüber erstaunt, wie genau z. B. ein Tapetenmuster oder von der Wand bröckelnder Putz dargestellt sind. Bewegt ihr euch auf Häuserdächern, fliegen sogar Tauben auf. Die elf Missionen enthalten zwar auch einige kleine freispielbare Bonus-Missionen, allerdings ist für geübte Zocker der Spaß etwas zu schnell vorüber. Besitzt ihr jedoch einen Würfel und nennt die dazugehörige (bereits durchgespielte) GC-Version euer Eigen, dürft ihr fünf weitere Missionen auf dem GBA erschnüffeln.
