An dem Rohr erreicht man ungesehen die andere Seite des Raums.
Endlich ist es so weit! Ubisofts Splinter Cell-Reihe war auf dem PC und den aktuellen Konsolen überaus erfolgreich. Diese Tatsache bescherte Schleich-Fans unter anderem eine N-Gage-Version, die auf einem Handheld Sams pikante Einsätze zum ersten Mal in 3D darstellte. Dieser Sprung in die dritte Dimension wurde auch bei seinem Nintendo-DS-Debüt vollzogen. Wir waren natürlich besonders gespannt, wie sich der berühmte Geheimagent auf Nintendos innovativem Handheld schlägt.
Neue Konflikte
In nicht allzu ferner Zukunft sieht es mächtig düster für die Menschheit aus, denn es droht der dritte Weltkrieg. Ursprung der Spannungen ist der Konflikt zwischen Japan und Nordkorea, welche sich aufgrund undurchsichtiger Zwischenfälle in gegenseitigen Anschuldigungen verlieren. Während sich Nordkorea der Unterstützung Chinas sicher sein kann, greifen die Amerikaner Japan unter die Arme.
Verständlicherweise ist es das Interesse aller Parteien, einen Kriegsausbruch zu verhindern. Die USA nehmen die ganze Sache sehr ernst und schicken ihren besten Mann los, um die Situation zu entschärfen: Sam Fisher. Der Spieler muss nachfolgend in der Haut des Third-Echelon-Agenten Nachforschungen anstellen und mehr über die Hintergründe des internationalen Konflikts herausfinden. In den einzelnen Missionen findet man zahlreiche Informationen, die auf eine große Verschwörung hindeuten.
Lautlos und unsichtbar
In Splinter Cell geht es hauptsächlich darum, Einrichtungen zu infiltrieren und dort Informationen zu stehlen. Feindkontakt und das Hinterlassen von Spuren sind dabei tunlichst zu vermeiden. Damit man diese beiden Vorgaben einhält, stehen dem Spieler eine Vielzahl von hochtechnologischen Werkzeugen zur Verfügung. Beispielsweise sind kleine Zellen an Sam Fishers Schleichanzug angebracht, die jederzeit anzeigen, wie gut man im Schatten versteckt ist.
Zudem erlaubt ein optisches Kabel, Räume gefahrlos auszuspionieren. Deswegen ist der Einsatz von Waffen noch lange nicht verboten. Sam ist mit einer Standard-Pistole ausgestattet, die es ihm neuerdings ermöglicht, Lichtquellen und Überwachungskameras kurzzeitig zu stören anstatt zu zerstören. Sein zweiter Blei spuckender Weggefährte ist ein futuristisches Land-Warrior-Gewehr, das mehrere sekundäre Feuerfunktionen hat.
Man kann wahlweise selbsthaftende Kameras, Gummigeschosse oder Elektroschocker auf die Reise schicken. Mit Letzteren lassen sich zum Beispiel Sicherheitsleute ins Land der Träume verfrachten. Die bewusstlosen Feinde versteckt man sicherheitshalber in einer dunklen Ecke, um keinen Alarm auszulösen. Sam Fisher hat also mehr als genug technische Spielereien dabei, um sich unbeschadet einen Weg durch die insgesamt neun Areale zu bahnen.
Die einzelnen Spielabschnitte sind sehr linear gehalten und bieten leider nicht mehr die alternativen Routen, die experimentierfreudige Spieler noch von der GameCube-Version kannten. Was den Anspruch des Titels allerdings noch weiter senkt, ist die geringe künstliche Intelligenz (KI) der Gegner. Meist sind die Laufwege sehr simpel gehalten und man hat schnell ein Schlupfloch gefunden, um die einzelnen Bereiche ungesehen zu passieren.
