Geld und Ruhm

Test Stefanie Schetter

Besondere Aufmerksamkeit wurde den Lichtspiegelungen auf dem Fahrzeuglack gewidmet. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Lichtspiegelungen auf dem Fahrzeuglack gewidmet. Spät nachts, wenn die meisten braven Bürger ihre Wagen in den Garagen abgestellt haben, liefern sich auf den Straßen Tokios Verkehrsrabauken Kopf-an-Kopf-Duelle. Sie haben nun die Gelegenheit, aus Klassen von No-Name-Schlitten einen fahrbaren Untersatz zu wählen und während der folgenden Spiel-Nächte kräftig mitzumischen. Für den Anfang empfiehlt es sich, sich im Free-Ride-Modus mit Verkehrsnetz und Fahrzeug vertraut zu machen und in ein paar Einzelrennen erste Wettkampf-Erfahrung zu sammeln. Versuchen Sie schließlich Ihr Glück im Karriere-Modus, so steht Ihnen vorerst nur ein Teil des Straßensystems offen, in dem Sie sich jedoch frei bewegen dürfen. Mit wachsendem Erfolg verschwinden die Absperrungen am Streckenrand und geben den Zugang zu neuen Ausfahrten und Stadtvierteln frei. Das eigentliche Spiel besteht darin, die rund 400 illegalen Rennstars ausfindig zu machen und im Fahrduell zu schlagen. Die interessanteste Komponente stellen dabei die übrigen Verkehrsteilnehmer dar, die Sie gegen Ihren Rivalen ausspielen können. Gewagte Überhol-Aktionen und die recht realistischen Reaktionen der "Zivilisten" machen die Rennen interessant. Leider befinden sich insgesamt nur sehr wenige Fahrzeuge auf den Autobahnen und im Splitscreen-Modus sind die Straßenzüge - wohl zugunsten der superflüssigen Performance - völlig verlassen. In diesen Passagen entscheiden eigentlich nur Geschwindigkeit und Kenntnis der Strecken über Sieg und Niederlage; wer sich mit einem schnellen Wagen einmal die Führungsposition gesichert hat, wird sie kaum wieder loswerden. Gut gelungen sind die unterschiedlichen Charaktere Ihrer Gegenspieler, ihre Tücken und Schwachpunkte. Nach jedem Duell erhalten Sie Bares, für das Sie sich neue Wagen zulegen oder Ihr aktuelles Geschoss aufmotzen können. Die glänzenden Wagenmodelle und die Nachtstrecken wirken während der ersten paar Runden zwar noch recht schick, doch spätestens nach einer Stunde Spazierfahrt durch ein endloses Schwarz-Grau-Gelb aus Beton, Asphalt und Umleitungspfeilen regt sich der Wunsch nach Abwechslung.

Wertung zu Tokyo Xtreme Racer (PS2)

Wertung:

77 /10

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