Otto zeigt sein Können vor den Krusty-Studios.
Die Simpsons sind nicht nur die lustigste Familie im TV, sie sind wahrscheinlich auch die sozialkritischste. Eigentlich sollte man da nicht annehmen, dass in ihrem Namen Trash-Produkte erscheinen, die den guten Ruf für schnelles Geld aufs Spiel setzen. Zwar ist das schon früher geschehen - besonders gut war keine Konsolenumsetzung der Kultserie -, doch mit The Simpsons Skateboarding haben sich die Entwickler noch einmal unterboten. Immerhin sind die Original-Stimmen der deutschen Synchronsprecher auf dem Soundtrack, so dass die relativ lustige Sprachausgabe gut rüberkommt. Doch schon die Gestaltung der Umgebungen wird wahre Simpsons-Fans gegen das Spiel aufbringen. Erstens sind diese nicht besonders authentisch und zweitens so texturarm und bauklotzartig zusammengesetzt, dass dagegen selbst der krude Zeichenstil der TV-Serie wie realistische Malerei wirkt. Wenn dann wenigstens das Skateboarden Spaß machen würde! Doch das ist so lahm wie noch in keinem Trendsportspiel vorher. Die Figuren kommen mit ihren Rollbrettern nicht einmal Halfpipes hoch, von wahnwitzigen Trickkombos kann man da nur träumen. Genauso zäh sind die Spielmodi: Der Karrieremodus bietet die üblichen Herausforderungen, die man in den großen, aber langweiligen Umgebungen erst einmal finden muss. Leider sind die oft so gut versteckt, dass man orientierungslos durch Springfield irrt wie Odysseus durchs Mittelmeer. Der Zweispielermodus mit seinen beiden fantasielosen Varianten rettet da auch nichts mehr.
Bildergalerie: The Simpsons Skateboarding
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