The Precinct ist GTA mit Polizisten - und genau das, was wir jetzt brauchen!
Test
Euch dauert die Wartezeit auf GTA 6 zu lange und ihr spielt ohnehin lieber auf der Seite des Gesetzes? Dann kommt der Release von The Precinct genau richtig.
Schnappe ich den ein oder anderen Gauner, spüre ich dabei auch immer wieder Beweismaterial gegen die herrschenden Clans in Averno auf. Das bringt mich näher an mein Ziel: die Gang-Bosse. Zuvor muss ich allerdings die jeweiligen Captains und Unterbosse hinter schwedische Gardinen bringen.
Das funktioniert eben durch die gesammelten Beweise und anschließende Missionen, in denen ich die bösen Buben und Mädchen festnehme. Das klingt alles komplizierter, als es im Endeffekt ist. The Precinct führt mich nämlich mit einem angenehmen Tempo durch die Story.
Dynamisches Stadtgebiet
Manchmal schlittere ich in meinen Schichten auch in Zufalls-Events. Plötzlich stiehlt neben mir jemand ein Auto, zwei Zivilisten eröffnen das Feuer, oder ich platze in einen Drogendeal. Durch den Tag-Nacht-Wechsel und ein dynamisches Wettersystem macht die Spielwelt allgemein einen lebendigen Eindruck.
Hin und wieder ist mir das Geschehen sogar zu wild. Da verfolge ich gerade einen Einbrecher und auf einmal bricht um mich rum das komplette Chaos aus: Ein Raser fährt mich beinahe platt, auf der anderen Straßenseite wird ein Fahrzeug geklaut und irgendwo kloppen sich zwei Clan-Mitglieder.
Da frage ich mich dann schon, wo ich hier eigentlich gelandet bin. Leben in Averno denn nur Kriminelle? Ich wurde sogar mal von meinen Kollegen angefahren, als sie gerade hinter anderen Verbrechern her waren. Geht's noch?
Quelle: Fallen Tree Games
Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt: Wenn ich mich zu Fuß, im Streifenwagen oder im Helikopter auf einer Verfolgung befinde, kann ich Unterstützung anfordern. Je näher ich meinem Ziel im Nacken sitze, desto schneller füllt sich die Anzeige dafür.
Auf meinen Befehl stoßen so weitere Polizeiwagen dazu, eine Straßensperre wird errichtet oder die Kollegen rollen ein Nagelbrett aus. Das ist meistens hilfreich, in manchen Fällen rammen meine NPC-Kumpanen aber leider mich anstatt der Kriminellen aus dem Weg. Das kann schon deftig nerven!
Abwechslungsreich und anspruchsvoll
Vor allem, weil gerade die Verfolgungsjagden hin und wieder ziemlich schwierig sind. Sobald meine Widersacher einen Vorsprung herausgefahren haben, komme ich nicht so leicht wieder an sie heran.
Die Fluchtwagenfahrer legen ein ordentliches Tempo vor und durch enge Gassen kann ich ihnen nicht so einfach folgen. Die KI nutzt etliche Abkürzungen und fährt nach Unfällen eiskalt auf und davon. Das Handling der fahrbaren Untersätze ist außerdem recht anspruchsvoll, da die Karren sich eher schwammig verhalten.
Quelle: Fallen Tree Games
Aber es gibt ja genügend andere Verbrecher auf den Straßen Avernos. Wenn mir mal ein Gauner bei einer Verfolgungsjagd durch die Lappen geht, schnappe ich mir eben später oder in der nächsten Schicht einen anderen und mache die Straßen dennoch sicherer. Zwar spielen sich die Ballereien und Kampfeinlagen ähnlich schwammig, wie sich die Autos steuern lassen, aber Spaß macht das Gameplay trotzdem.
Habe ich einen Verbrecher nicht erschossen, sondern lediglich verhaftet, erkläre ich ihm auf Knopfdruck seine Rechte und entscheide über sein Schicksal. Für leichte Delikte wie Umweltverschmutzung oder Vandalismus reicht es, ein Bußgeld auszustellen, für Mord, Diebstahl und Drogenhandel bringe ich den Kriminellen selbst in die Zelle oder lasse ihn an Ort und Stelle von Kollegen abholen.
