Das wird weh tun. Seine beiden Kollegen im Hintergrund versuchen sich noch robbend davonzumachen.
Augenschmaus
Ungeachtet dessen ist The Mark Of Kri auf jeden Fall ein visuelles Feuerwerk. Die relativ groben Texturen passen perfekt zum Zeichenstil, Animationen und künstlerische Gestaltung sind auf sehr hohem Niveau. Wäre die Spielmechanik nicht so grundsolide könnte man das Spiel für einen Blender halten. Dem ist aber nicht so. Das Kampfsystem macht trotz seiner Einfachheit Spaß. Die Stealth-Passagen sind perfekt spielbar und überraschen mit guten Ideen. So leuchtet über einem potenziellen Opfer ein X, das so lange flackert, bis Rau gefahrlos zuschlagen kann. Mit einer kleinen Tastenfolge lassen sich so auch zwei Gegner auf einmal ausschalten. Göttervogel Kuzo fungiert als unauffälliger Späher und darf gelegentlich mal einen Schalter umlegen. Eindeutig im Vordergrund stehen jedoch die deftigen Gefechte. Hirnschmalz wird selten benötigt, nur die ersten Kapitel erfordern gelegentlich ein vorsichtiges Vorgehen. Dennoch wird das Spiel nie langweilig. Zwar ist es mitunter ein wenig anstrengend, wenn man wieder einmal 50 Gegner zu bekämpfen hat, um 100 Meter weiter schon wieder die Axt schwingen zu müssen, alles in allem sind die Abschnitte aber hinsichtlich Aufbau und Länge genau richtig dimensioniert. Die Tatsache, dass man an jeder Stelle speichern darf erstickt jeden aufkommenden Frust im Keim. In den Levels verteile Speicherrollen dürfen vom Spieler jederzeit eingesetzt werden und auch nach längerer Unterbrechung startet das Spiel an exakt der Stelle, wo man zuletzt aufgehört hatte. Die bereits seit einigen Monaten erhältliche US-Version diente als Grundlage für unseren Test. Da der Titel hierzulande nicht offiziell erscheinen wird, bleibt Action-Fans nur der Weg über einen Import aus dem europäischen Umland.
