The Mark of Kri

Test

Aufgrund des Symbols weiß der Spieler genau, wann er zuschlagen kann. Aufgrund des Symbols weiß der Spieler genau, wann er zuschlagen kann. Dicke Nebelschwaden walzen sich durch die tropische Umgebung. Kaum ein Lichtstrahl durchdringt die weitreichenden Baumkronen, als wir den Pfeil fast schon mit chirurgischer Präzision auf den feindlichen Posten abschießen. Möglich gemacht wurde dies vor allem durch Kuzo, unseren treuen Begleiter und spirituellen Führer in Form eines Raben. Gleich nachdem er einen Schwarm Vögel aufgescheucht hatte, drehte sich die Wache um und bot so ein gutes Ziel für unseren tödlichen Schuss. Perfektes Teamwork. Jetzt stehen uns nur noch drei martialisch gekleidete Gegner im Weg. Für unser Breitschwert in geübter Hand keine Herausforderung.

Conan!
Man fühlt sich von Beginn an pudelwohl in der Rolle der perfekten Kampfmaschine. Rau, so der Name des Protagonisten, hat ein Leben der Kampf-Ausbildung hinter sich und brennt darauf, sein gesammeltes Wissen umzusetzen. Wie es der Zufall will ziehen in einer längst vergangenen Zeit in einem weit entfernten Land dunkle Wolken auf. Ein böser und alles Gute auf der Welt vernichtender Zauberspruch bedroht den Frieden. Einst in sechs Teile gegliedert und einzeln versteckt, sind nun einige Bruchstücke in die falschen Hände geraten. Da Rau nicht ganz unschuldig daran ist, zieht unser Held aus, um das Böse zu bekämpfen. Unser Held kann nicht nur vorzüglich mit dem Breitschwert Gangster zu Frikassee verarbeiten, auch lautloses Anschleichen gehört zu seinen Fähigkeiten. Wie ein vorzeitlicher Superagent drückt sich unsere Spielfigur elegant an die nächste Wand, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Im Laufe des Spiels wächst das Waffenarsenal, genauso wie Raus Talente. Man stapft also mit der brillant animierten Hauptfigur durch wunderschön gestaltete Umgebungen, die in Form und Farbgebung sehr nahe an einen Zeichentrickfilm herankommen. Ein Eindruck, der durch die toll gezeichneten Intro-Bilder noch verstärkt wird. Während eine Stimme aus dem Off stimmungsvoll erzählt was passiert, wird das Bild vor dem Auge des Betrachters gezeichnet und geht in seiner endgültigen Form fließend in Spielgrafik über. Ein schicker Effekt, der leider mit zu langen Ladezeiten einhergeht.

Immer feste druff
Schon von Beginn an trifft Rau auf Gegner, die ebenfalls bewaffnet sind und immer den Vorteil der zahlenmäßigen Überlegenheit besitzen. Ein innovatives, durchdachtes und vor allem funktionierendes Kampfsystem lässt Rau aber auch angesichts einer schieren Übermacht nur müde lächeln. Per rechtem Analog-Stick schwenkt man einen Fokusstrahl um die Spielfigur herum, der alle Feinde bei Kontakt als Ziel erfasst. Jedem Gegner wird dann eine Taste zugeordnet (X, Viereck und Kreis). So lassen sich bis zu drei Gegner zielgenau bekämpfen. Mit einigen Waffen lassen sich sogar jeweils zwei Gegner mit nur einer Taste bearbeiten. Damit die Keilerei aber nicht allzu simpel gerät, wurde ein überschaubares Kombo-System integriert. Durch jeweiliges Kombinieren der Angriffstasten ergeben sich gewaltige Schlagfolgen mit klangvollen Namen und verheerenden Folgen. Die drastischen Gewaltdarstellungen sind mit großer Wahrscheinlichkeit auch der Grund für den Ausschluss Deutschlands für die PAL-Veröffentlichung. Neben reichlich in der Umgebung verteiltem roten Lebenssaft fliegen reihenweise die Körperteile durch die Gegend. Zwar schwächt die Comic-Optik das Ganze ein wenig ab, spätestens aber wenn man sich in der letzten Episode mit der riesigen Streitaxt durch Horden von Untoten schlachtet wird klar, dass man diese Passagen nicht hätte entschärfen können.

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