Endlich neues Futter für Hardcore-Spieler: In unserem Test zu The Conduit nehmen wir das Actionspiel ausführlich unter die Lupe.
DER GROSSE INTELLIGENZTEST
Müssten die Gegner aus The Conduit am Pisa-Test teilnehmen, würden sie vermutlich nur im Mittelfeld landen. Als Spieler hat man zwar anfangs das Gefühl, es mit schlauen Kerlchen zu tun zu haben, aber nach knapp der Hälfte der Spielzeit offenbart sich der eingeschränkte Grips der computergesteuerten Feinde. Die Aliens aus den Conduit-Schleusen laufen zumeist nur stupide auf euch zu und bleiben euch so lange auf den Fersen, bis sie entweder die Oberhand gewinnen oder ihr sie plättet. Die übrigen Drohnen, Termiten und Insekten machen im selben Maße durch eher eingeschränkte Klugheit auf sich aufmerksam. Sie sind euch zwar quantitativ überlegen, aber nicht in Sachen Cleverness. Die Entwickler von High Voltage Software haben dies aber gut überspielt, indem sie den Spieler immer auf Trab halten.
Es vergeht kaum eine Spielminute, in der man nicht vor lauter angreifendem Alien-Gesindel ins Schwitzen kommt, ob man die jeweilige Spielszene überhaupt heil übersteht. Im extrem spannend inszenierten Washington-Level stehen wir zum Beispiel irgendwann vor dem Weißen Haus und sehen uns mit einer fetten, angriffslustigen Horror-Brut konfrontiert. Nein, wir sprechen hier nicht von George Bushs bissigem Schoß-Scotchterrier, sondern von einer Alien-Horde. Plopp, werfen wir eine Granate ins Conduit, um weitere Nachgeburten zu verhindern. Erfolgreich! Achtung, da hinter uns schleicht sich ein weiterer Typ an ... Sofort drücken wir das Steuerkreuz nach unten und legen damit eine flotte 180-Grad-Wende hin. Noch schnell B gedrückt, und der außerirdische Aggressor ist Geschichte! Peng, peng, zwei weitere Granaten schalten die übrigen beiden Conduits aus. Stille. Wir schauen uns vorsichtig um und entdecken tatsächlich ... nichts mehr. Die Gegend ist vollständig bereinigt. Erst im nächsten Raum geht's wieder mächtig zur Sache - aber das ist eine andere Geschichte.
