Tekken: Dark Resurrection

Test

Mit Wahnsinnsgrafik und gewohnt feiner Spielbarkeit zur neuen PSP-Beat-'em-Up-Referenz!

Sergei Dragunov ist ein schweigsamer Elitesoldat, der das Kämpferfeld positiv bereichert. 
BILD: PLAYZONE Sergei Dragunov ist ein schweigsamer Elitesoldat, der das Kämpferfeld positiv bereichert. BILD: PLAYZONE Mit Tekken 5 haben die Beat-'em-Up-Spezialisten von Bandai Namco PS2-Besitzern bereits den besten Teil der bekannten Serie geliefert und natürlich erwarteten alle Fans für die angekündigte PSP-Version ebenfalls ein kleines Meisterwerk. Die im Vorfeld bekannt gegebenen Features ließen schon auf Großes hoffen und so stieg die Vorfreude in den letzten Wochen ins schier Unerträgliche. Nun ist es endlich so weit: Wir halten die Testversion der neuen Beat-'em-Up-Referenz für die PSP in unseren Händen.

Schier grenzenlose Motivation

Die Parallelen zwischen Dark Resurrection und Tekken 5 sind allgegenwärtig und ziehen sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Kein Wunder, denn der PSP-Prügler basiert auf dem letzten PS2-Teil der Serie und wurde mit zusätzlichen Modi und Kämpfern ordentlich aufgestockt.

Im Tekken-Dojo arbeiten Sie sich, ähnlich wie im Arcademodus von Tekken 5, mit einem Kämpfer vom blutigen Anfänger bis zum ultimativen Tekken-Lord empor. Das übergeordnete Ziel ist also gleich geblieben, der Weg jedoch hat sich geändert. Wie es der Titel bereits andeutet, ist dieser Spielmodus in mehrere Dojos aufgeteilt, die es zu meistern gilt. Mit zunehmender Anzahl der Siege in den so genannten Liga-Matches klettern Sie sowohl in der Gesamtplatzierung als auch in Ihrem Rang nach oben.

Schaffen Sie es schließlich bei einem Platzierungsturnier, den ersten Platz zu erringen, sind Sie bereit, den nächsten Dojo in Angriff zu nehmen. Der Tekken-Dojo-Modus bietet eine enorme Langzeitmotivation. Nicht nur die stetige Verbesserung der eigenen Fähigkeiten und des Ranges spielen hier eine große Rolle, im Tekken-Dojo schalten Sie auch sämtliche Gegenstände für die Charakteranpassung frei. Eingestreute Time-Attack-Events bringen zudem Abwechslung und einen zusätzlichen Motivationsschub mit sich.

Verbessert in allen Belangen

Lili ist zwar eine verwöhnte Yuppie-Zicke, hat aber einen stylischen Kampfstil. 
BILD: PLAYZONE Lili ist zwar eine verwöhnte Yuppie-Zicke, hat aber einen stylischen Kampfstil. BILD: PLAYZONE Der Trainingsmodus wurde in Teil 5 unverständlicherweise auf die Standardfeatures Freestyle-, Vs.-CPU- und Verteidigungs-Training reduziert, was prompt für Punktabzug in der Fachpresse und bei den Fans gesorgt hat. Erfreulicherweise haben sich die Entwickler die Kritik zu Herzen genommen und mit einem Tutorial und dem Befehlstraining die leichte Zugänglichkeit für Neueinsteiger wiederhergestellt.

Aber auch Profis haben nun wieder ein adäquates Werkzeug, um Combos weiter zu perfektionieren. Dank der sehr gut umgesetzten Spielbarkeit können Tekken-Veteranen auch auf der PSP ihre Gegner mit spektakulären 10-Hit-Combos eindecken. Leider sorgt gerade zu Beginn das steife Digikreuz der PSP für eine unnötig verlängerte Eingewöhnungszeit.

Abseits der konventionellen Duelle hat Dark Resurrection auch wieder etwas Neues zu bieten. Das eher billig wirkende Devil Within aus Tekken 5 wurde durch drei neue Minispiele ersetzt, die einen deutlich höheren Unterhaltungswert besitzen. Den Multiplayer-Modus inklusive der unterschiedlichen Onlinemodi konnten wir leider bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht testen.

Dark Resurrection hat darüber hinaus mit Lili und Sergei Dragunov zwei Neulinge zu bieten, die eine sehr gute Figur machen und sich auch optimal ins Kämpferfeld integrieren, ohne dabei wie eine billige Kopie eines anderen Charakters oder dessen Kampfstiles zu wirken. Natürlich dürfen Sie auch diese beiden Tekken-Frischlingen mit allen möglichen Utensilien und neuen Outfits ausstaffieren. Allerdings müssen Sie für diese Gegenstände hart arbeiten und sie durch zahlreiche Kämpfe erst freischalten. Die Bandbreite der modischen Accessoires reicht dabei von abgedreht über vollkommen lächerlich bis hin zu verdammt cool.

Technisch brillant

BILD: PLAYZONE BILD: PLAYZONE Die Technik von Tekken Dark Resurrection lässt sich mit einem einzigen Wort beschreiben: fantastisch! Die Charaktermodelle sind mit einer Fülle von liebevollen Details versehen und so geschmeidig animiert, dass man sich einfach nicht daran satt sehen kann. Gleiches gilt für die Kampfhintergründe, die vor allem in puncto Abwechslung einfach grandios sind.

Das Beste ist jedoch, dass trotz der grafischen Superlative das Kampfgeschehen immer flüssig bleibt. Leider war es uns während der Testphase nicht möglich hochauflösende Bilder zu machen. Die Kampfgeräusche und Musikstücke tragen ebenfalls einen großen Teil zum genialen Beat-'em-Up-Erlebnis bei, das Tekken Dark Resurrection in jeder Hinsicht ist.

Bildergalerie: Tekken: Dark Resurrection
Bild 1-3
Klicken Sie auf ein Bild, um die Bilderstrecke zu starten! (5 Bilder)

Wertung zu Tekken: Dark Resurrection (PSP)

Wertung:

90 /10
Pro & Contra
Umwerfende CharaktermodelleGroßer UmfangFesselnder Arcade- und Tekken-Dojo-ModusEnorme Langzeitmotivation
Fazit

Endlich haben auch Beat-'em Up-Hardliner einen Kaufgrund für die PSP. Ein absoluter Pflichtkauf.

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