AUTSCH! Siehe da, wieder ein Hüpfrätsel. Aber die Sichtweite! Die Sichtweite...!
Als Abkömmling zweier Völker, den magiebegabten Dreamern und den technikverliebten Steamern, ist Melvin unerwünscht. Nachdem man dem Mischling die Schuld an einer Monster-Invasion in die Schuhe schieben, macht er sich auf die Suche nach seinem Vater, lacht sich unterwegs eine niedliche Gefährtin an und verteidigt die Welt gegen einen hinterlistigen Zauberer. So geradlinig wie die Story verläuft auch Melvins Abenteuerweg, auf dem sich Puzzles, Rollenspielkrümel und Geschicklichkeitsaufgaben abwechseln. Hier tragen Sie Butterbrote und Weinflaschen von Haus zu Haus, dort pflügen Sie sich Ihren Weg durch mit Monstern und Mechanismen gespickte Dungeons, dann wieder hopsen Sie über Transporterplatten, schieben Kisten, drücken Hebel und sammeln Schlüssel. Hin und wieder dürfen Sie Melvins Eigenschaften steigern, gelegentlich wandert eine neue Waffe oder ein frischer Zauberspruch ins übersichtliche Menü.
Ein zweischneidiges Schwert
Die lange Entwicklungszeit merkt man TechnoMage nicht nur in positiver Hinsicht an. Einerseits steckt in den Locations viel liebevolle Kleinarbeit, andererseits hinkt die Technik dem aktuellen Stand merklich hinterher: Vor den pixeligen Hintergründen lassen sich Vorsprünge oder Gegner nur schwer ausmachen, die Figuren zuckeln herum wie Roboter und trotzdem schafft es die Grafikengine oft nicht einmal, die Umgebung bis zum Bildschirmrand hin darzustellen. Die einheitliche, bisweilen sehr knallige Farbgebung der einzelnen Passagen erschwert die Orientierung, so dass Kreidepfeile und Landkarte unverzichtbar werden. Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt auch die Sprachausgabe. Bis auf wenige Ausnahmen lesen die Sprecher ihre Texte vor wie Kindergärtner während der Märchenstunde. Lobenswert bleiben schließlich die atmosphärische Musik und die glanzvollen Zwischensequenzen.
Bildergalerie: TechnoMage - Die Rückkehr der Ewigkeit
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