Werdet kreativ in Tavern Keeper und erstellt einzigartige Kreationen. Danach gibt es einige Einblicke in den verrückten Tavernenalltag.
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Bauen und gestalten - Ein Editor, der Kreativität belohnt
Das Bausystem ist eine der größten Stärken des Spiels. Anstatt eine Vielzahl an bereits fertigen Möbeln anzubieten, setzt Tavern Keeper auf Einzelteile, die ihr frei kombinieren könnt.
Mit dem Gizmo-Werkzeug werden Rotation und Skalierung zu mehr oder weniger einfachen Mitteln, durch welche allerhand neue Möbel oder Dekorationen entstehen. Sie sind zwar leider nicht funktionstüchtig, sehen dafür aber beeindruckend aus - zumindest, wenn ihr euch mit den Tools einigermaßen zurechtfindet.
Das System hat eine eher stetige Lernkurve. Wer noch nie mit Gizmos gearbeitet hat, der kämpft zu Beginn wahrscheinlich mit Präzision und Orientierung, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase entsteht dann doch ein Gefühl von Kontrolle und Freiheit, das ihr in anderen Management-Spielen so selten findet.
Quelle: Greenheart Games
Ein kleiner Einblick in die Verwendung des Gizmo-Werkzeugs. Auf den ersten Blick wirkt es vielleicht etwas überfordernd, aber eigentlich ist es ganz einfach!
Die meisten der zu kombinierenden Kleinteile haben außerdem auch noch ein paar verschiedene Farboptionen, mit welchen sich die Einrichtung noch einen Ticken individueller gestalten lässt. Das ist ideal für alle, die gern stundenlang an Details feilen und ihrer Kreativität völlig freien Lauf lassen.
Außerdem könnt ihr eure Kunstwerke sogar mit anderen Spielern teilen und sie so an eurer Kreativität teilhaben lassen.
Dennoch gibt es einen Schwachpunkt im Bausystem: das Umbauen der Räumlichkeiten. Jeder Raumtypwechsel kostet Geld, sodass selbst das reine Ausprobieren von neuen Layouts schnell teuer werden kann. Für eine kreative Management-Sim wirkt dieser Kostenfaktor etwas zu restriktiv.
Der Tavernenalltag: Gäste, Angestellte und das liebenswerte Chaos
Die Angestellten bringen ihre eigene Persönlichkeit mit - und dadurch gelegentlich auch Probleme. Skills, Bedürfnisse und kleine Eigenheiten bestimmen, wie gut sie arbeiten.
Vernachlässigt ihr sie oder geht ihren Bedürfnissen nicht genügend nach, sabotieren sie dann auch gerne mal den Betrieb: Vorräte werden gegessen, Gold verschwindet plötzlich auf mysteriöse Weise oder der ein oder andere 24-Stunden-Powernap muss getätigt werden.
Um sie bei Laune zu halten, solltet ihr also gut darauf achten, welchen Aktivitäten sie bevorzugen, welche Ansprüche sie an ihre Unterkunft haben und dass nicht zu viele Überstunden gemacht werden.
Auch die Gäste tragen ihren Teil zum Chaos bei. Sie tauchen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Launen und Marotten an eurer Türschwelle auf. Dabei ist es nicht ganz so einfach, alles immer im Auge zu behalten, denn je weiter ihr eure Taverne ausbaut, desto mehr Besucher bekommt ihr.
Quelle: PC Games
In Gugamuk ist Stress vorprogrammiert. Die mies gelaunten Orks warten auf die Bedienung, während die Küche schon längst am Limit ist. Willkommen im Tavernenalltag!
Hin und wieder sind sie leider aber auch verbuggt: Manche bleiben einfach stehen, gehen nicht mehr nach Hause und lassen sich weder bedienen noch anderweitig beeinflussen. Solche Aussetzer der KI stören den Ablauf zwar ein wenig, jedoch wird von Seiten des Entwicklers aktiv daran gearbeitet, solche Fehler schnellstmöglich zu beheben.
Auch bei unseren Angestellten läuft leider nicht immer alles rund: Aufgaben wird nicht immer so nachgegangen, wie erwünscht. Manchmal scheint die Luft so dick zu sein, dass wir glatt darin stecken bleiben könnten, und auch Störfaktoren, die eigentlich bereits beseitigt wurden, scheinen das Gemüt noch zu beeinflussen.
Natürlich kann man sich bei Tavern Keeper nie sicher sein, ob das Bugs sind oder schlichtweg Arbeitsverweigerung. Außerdem gibt es noch zufällige Mini-Events wie beispielsweise Dialoge mit Tavernenbesuchern oder Urlaubsanfragen der Angestellten, die entweder angenommen oder abgelehnt werden können.
Manche eurer Entscheidungen in diesen Dialogen basieren auf Zufall. Schon vor dem Auswählen der Antwortoption seht ihr, wie hoch die Chance auf ein positives Ergebnis ist. Dann könnt ihr selbst entscheiden, ob ihr das Risiko eingehen wollt.
Misslingt euer Vorhaben, ist das aber auch kein Weltuntergang. Denn wenn ihr die Niederlage nicht akzeptieren wollt, lässt euch das Spiel noch weitere Versuche machen. Dadurch bleibt der Frustrationsfaktor angenehm niedrig.
Durch die vielen verflochtenen Spielsysteme ist kein Tag in unserer Taverne gleich. Schmutz, Hitze, Lärm, Brennbarkeit, Krankheiten, Parasitenbefälle und die schiere Menge an verschiedenen Kunden mischen den Laden jeden Tag aufs Neue auf und gestalten so die unterschiedlichsten Szenarien - manchmal angenehm, manchmal chaotisch.
Das absolute Highlight des Spiels ist jedoch die Vertonung des Erzählers, der die Quests und Story-Abschnitte humorvoll vorliest, inklusive Stimmverstellung und erzählerischem Timing. Im Deutschen ist diese Rolle besetzt von Matthias Matschke.
Er begleitet uns so durch hunderte von Kurzgeschichten voller Überraschungen und Wendungen. Das verstärkt nicht nur das Flair, sondern schafft eine kohärente Atmosphäre zwischen den verschiedenen Regionen. Wie es um die Grafik, UI und ein erstes Fazit steht, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
