Tavern Keeper im Early-Access-Check: Kneipen-Sim mit Humor, Herz und viel Chaos
Special
Manchmal gibt es Spiele, die man öffnet, nur mal kurz reinschauen will, und plötzlich sitzt man da, zwei Stunden später, obwohl man eigentlich ja "nur mal kurz schauen" wollte. Tavern Keeper ist schon im Early Access genau so ein Spiel.
Der neue Early-Access-Titel von Greenheart Games, den Machern von Game Dev Tycoon, verspricht eine gemütliche Kneipen-Management-Simulation, liefert dabei aber noch viel mehr: schräge Charaktere, eine überraschend lebendige Welt, detailverliebte Geschichten und ein Bausystem, das kreativer ist, als jede andere Taverne es je verlangen würde.
Das Spiel ist ein Liebesbrief an Management-Spiele und RPGs, den man sich als Fan der Genres nicht entgehen lassen sollte. Da das Ganze so vielversprechend aussah, haben wir es uns schon im Early Access für euch angeschaut.
In diesem Artikel
Die Story von Tavern Keeper
Die Story-Kampagne von Tavern Keeper startet nicht einfach, nein. Das Spiel schiebt euch mit einem freundlichen Tritt ins Hinterteil direkt nach Sumpfgrund, also einer Sumpfgegend, die so aussieht, als hätte ein Frosch versucht, "Gemütlichkeit" zu buchstabieren, und wäre dabei aber leider gleich dreimal falsch abgebogen.
Dort klopft dann aber auch schon direkt am ersten Tag die Tavernengilde an eure Tür, um sich über eure fehlende Lizenz zu beschweren. Allerdings wird euch auch direkt angeboten, sie durch einen kleinen Test zu erlangen. Sobald das dann geschafft ist, heißt es auch schon:
"Herzlichen Glückwunsch! Du darfst dich jetzt offiziell um zu wenig Möbel, zu viel Chaos und eine Handvoll Gäste kümmern, deren größtes Talent es ist, sich zu beschweren!"
Und trotzdem funktioniert es. Bereits im ersten Gebiet wird nämlich schon klar, wie viel Liebe hinter dem Projekt steckt. Nach ein paar anfänglichen Herausforderungen, welche als Tutorial dienen und durch kleine Hinweise oder Videos begleitet werden, werden wir aber auch schon weitergeschickt.
Unser nächstes Ziel ist Halblinghausen, eine Gegend, die Hobbingen aus Der Herr der Ringe so offensichtlich als Inspiration nutzt, dass man fast erwarten könnte, dass ein gewisser grau gekleideter Zauberer gleich um die Ecke biegt. Hier dürfen wir tatsächlich auch mehr als nur Getränke servieren, die Angestellten bekommen mehr Eigenschaften und die Gäste entdecken wiederum ganz neue Wege, irgendwie unzufrieden zu sein.
Quelle: Greenheart Games
Willkommen in Halblinghausen! Hier wird Gemütlichkeit groß geschrieben, die Gäste werden nie satt und auch von einem verschwundenen Ring ist manchmal die Rede.
Da jede Reise früher oder später aber ein Ende nehmen muss, begeben wir uns bald darauf schon auf den Weg in die nicht ungefährliche Gugamuk - die war unser bisheriges Highlight.
Unsere Ankunft hier ist etwas anders als in den vorherigen Gegenden: Hier steht bereits eine Taverne, das Ganze hat allerdings einen Haken. Die Taverne ist halb Ruine, halb funktional - also genau der Zustand, der aus einem täglichen "Ach, das mache ich morgen" resultiert.
Mitten in dem ganzen Durcheinander finden wir Onric vor, einen Ork-Hausmeister, der die letzten zehn Jahre ohne Pause weitergearbeitet hat, obwohl der Laden bereits seit einer Dekade geschlossen ist. Er möchte nun als kleine Entschädigung 300 Gold. Leider starten wir in diesem Szenario mit exakt null.
Diese Art von Humor zieht sich durch das gesamte Spiel - ob Onrics trockene Sprüche, die verrückte und doch etwas exzentrische Wissenschaftlerin Vera und ihre experimentellen Fässer oder Zeitschriften wie die The New Orc Times.
Mehr Details zur Story sparen wir uns, denn die sollt ihr selbst erleben. Was wir euch aber sagen können: In den nächsten Updates erwarten euch zusätzlich noch die drei weiteren Regionen Domhein, Ertlingen und Meramin.
Jede dieser neuen Landschaften wird außerdem wahrscheinlich neue Gameplay-Systeme mit sich bringen, durch welche ihr das Sterne-Rating eurer Taverne weiter erhöhen könnt. Aktuell liegt die Obergrenze nämlich noch bei 2,5 Sternen.
Nach dem Abschluss des Story-Modus endet unser Abenteuer aber noch nicht, denn im Freeplay-Modus könnt ihr euch völlig frei austoben. Es stehen euch alle bisher bereits besuchten Regionen zur Verfügung. Aber nicht nur das, jede davon bietet euch gleich drei verschiedene Layout-Varianten: Original, Medium und Large. Dadurch lassen sich die uns bekannten Umgebungen auf eine neue Weise erleben.
Quelle: PC Games
Ihr könnt beim Anlegen neuer Spielstände das Tavernenabenteuer an eure eigenen Bedürfnisse und Wünsche anpassen.
Außerdem lässt sich im Freeplay auch der Schwierigkeitsgrad anpassen. Wer es schnell und unkompliziert mag, kann auf vorgefertigte Presets zurückgreifen, während alle anderen die Möglichkeit dazu haben, jede Kategorie manuell an den eigenen Spielstil anzupassen - oder vielleicht auch die ein oder andere Challenge anzugehen. Wie das Bausystem aussieht und was ihr vom Tavernenalltag zu erwarten habt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.
