Happy Birthday! Zum zehnjährigenJubiläum derSerie kommtdie GBA-Umsetzung.
Die Partymitglieder agieren streng nach euren Vorgaben.
GBA-Besitzer mit einem Hang zur Nostalgie dürfen sich Ende März über eine weitere RPG-Perle aus den guten, alten SNES-Tagen freuen: Tales of Phantasia. Bedenkt man, dass der erste Teil von Namcos erfolgreicher Tales-Reihe zum ersten Mal die Grenzen Japans überschreitet, ist die Freude über die Portierung sogar noch größer.
Die GBA-Fassung wurde von den Entwicklern zwar im Detail verbessert und hier und da durch einen zusätzlichen Event oder einen ausführlicheren Dialog erweitert, doch wirklich bemerken wird man diese Unterschiede zum Original nicht. Die meisten haben es ja nicht gespielt, es sei denn, sie sind der japanischen Sprache mächtig.
Von Beginn an übt die Hintergrundgeschichte eine tolle Faszination aus. Als die beiden Hauptfiguren Cress und Chester ihr Heimatdorf verlassen, um gemeinsam im benachbarten Wald zu jagen, ahnt man schon, dass die Ruhe trügt. Prompt wird das Dorf von einer unglaublich zerstörerischen Macht angegriffen und einfach jeder der Einwohner, mit denen man sich kurz vorher noch unterhalten hat, ist tot - inklusive Cress' und Chesters Familie.
So wird der Spieler immer mehr von der Story gefesselt - nicht zuletzt durch die hohe Emotionalität der Ereignisse. Von ebenfalls überragender Qualität ist das Gameplay. Anders als bei anderen Genre-Vertretern laufen die Kämpfe in Echtzeit und sehr actionbetont ab. Mittels des Linear-Motion-Battle-Systems ist der Spieler in der Lage, die Angriffe seiner Pixelhelden direkt per Tastendruck bzw. Combo auszulösen.
Die anderen Party-Mitglieder agieren einerseits selbstständig, andererseits nur innerhalb der Regeln, die man ihnen auferlegt. Durch sich stetig erweiternde Fähigkeiten und diverse Strategien geben sie entweder den ganzen Kampf über 100 Prozent oder verhalten sich zurückhaltender. Verletzungen bleiben natürlich nicht aus - sie werden durch unterschiedliche Gegenstände geheilt. Alternativ schwingt man den Kochlöffel und bereitet der Truppe leckere Hamburger, Reisbällchen oder Kohlrouladen. Einige der insgesamt 25 Rezepte haben beispielsweise auch bei Vergiftungen einen heilenden Effekt.
Lediglich in technischer Hinsicht merkt man dem Titel sein hohes Alter an. Die Figuren wirken etwas klobig und die Umgebung, wie zum Beispiel Wälder oder Städte, hat man schon besser gesehen. Worauf es bei Tales of Phantasia wirklich ankommt, sind die Story und das Gameplay - und da kann der Titel mit aktuellen Produkten durchaus mithalten.
