In der Wüste hat das Duo mit Treibsand, Kakteen und Steinewerfern (links unten) zu kämpfen.
Taks drittes Aben-teuer auf dem Game Boy bleibt den Wurzeln seiner Vorgänger treu: Statt in zusammenhängenden 3D-Levels wie auf dem GameCube hopst der kleine Schamane durch abwechslungsreiche Themenwelten mit jeweils fünf Abschnitten. Darunter befinden sich nicht nur traditionelle Jump&Run-Levels, sondern auch Rennspielpassagen und Bosskämpfe. Ein Schweizer Taschenmesser hat kaum mehr Funktionen, möchte man meinen - aber spielt sich Die große Juju-Jagd auch so scharf wie vermutet?
Zweischneidig
Wie in der GameCube-Version manövriert ihr die beiden Dschungelhelden gleichzeitig durch die linearen, aber hübsch gestalteten Wiesen- und Wüstenabschnitte. Per Knopfdruck schaltet ihr jederzeit zwischen Tak und Lok um - denn was es Letzterem an Juju-Magie mangelt, mit der Tak seine Widersacher aus der Distanz wegzaubern kann, macht Lok mit seinen Körpermuskeln wett.
Egal, ob ein Ei vom Gewicht eines Ambosses von A nach B geschleppt werden muss, um dort eine verschlossene Tür zu öffnen, oder ob Steine den Weg versperren: Der gewichtige Recke erledigt harte Knochenarbeit mühelos. An bestimmten Ecken müssen sich beide Helden zudem huckepack nehmen, um beispielsweise herabfallendes Felsgeröll ohne Kopfbeulen zu überqueren.
Regelmäßig liefert sich das Zweiergespann außerdem in der Tradition von Micro Machines Rennduelle aus der Vogelperspektive - sogar Turbo- und Schuss-Items dürfen eingesetzt werden! Leider kann Tak trotzdem nicht vollständig überzeugen. Die Steue-rung ist vor allem aufgrund des überbelegten Digikreuzes schwammig ausge-fallen, was sich vor allem bei den Sprungpassagen negativ bemerkbar macht. Auch der Schwierigkeitsgrad ist - gemessen an der jungen Zielgruppe - doch recht happig. Schlagt euch lieber auf dem GameCube durchs Dschungel-Dickicht!
