Super Bomberman R 2 im Test: Eine explosive Angelegenheit

Test Christopher Holler Michael Grünwald
Super Bomberman R 2 im Test: Eine explosive Angelegenheit
Quelle: Konami

Der neueste Teil der Bomberman-Reihe ist seit dem 12. September für alle Plattformen erhältlich. Klassische Bomberman-Action trifft auf zahlreiche Neuerungen. Ob Super Bomberman R 2 was kann, klären wir im Test.

Bomberman ist zurück! Schon seit dem Jahr 1985 herrscht in Konamis Spielereihe dauerhaft eine Bombenstimmung. Mit dem recht einfachen Spielprinzip, das aus dem Legen von Bomben und dem Ausweichen der darauffolgenden Explosionen besteht, feiert die Reihe seit Jahrzehnten Erfolge. Auch der neueste Ableger Super Bomberman R 2 erfindet das Rad der Serie keinesfalls neu. Seit dem 12. September 2023 ist das Spiel ab 50 Euro für alle gängigen Plattformen erhältlich. Neben den altbekannten Multiplayer-Kämpfen bietet der Titel allerdings auch ein paar Neuerungen. Ob diese zu einem allgemein runden Bomberman-Erlebnis führen oder es letztlich zu viel vom Gleichen ist, erfahrt ihr jetzt.

In Super Bomberman R 2 (jetzt kaufen 24,00 € ) steht uns nicht nur der klassische Bomberman zur Auswahl, sondern auch die vielen freispielbaren Charaktere haben uns überzeugt. So sind hier Konami-Ikonen aus Metal Gear, Silent Hill, Castlevania und Contra repräsentiert. Sogar ein Fall Guy hat sich als Gast eingeschlichen. Die Figuren sind nicht nur Skins, sondern verfügen auch über eigene Spezialfähigkeiten, die sich in Versus-Kämpfen nutzen lassen. So kann sich beispielsweise der von Castlevania: Symphony of the Night inspirierte Alucard-Bomber mithilfe seiner Nebelfähigkeit unverwundbar machen. Die Fähigkeiten kommen teilweise sehr mächtig daher und basieren deshalb in der Regel auf einem Cooldown. Dennoch ist die große Varietät bei den zur Auswahl stehenden Charakteren eine gern gesehene Neuerung.

Ein Blick auf die zahlreichen erwerblichen Charaktere im Shop des Spiels Quelle: PC Games

Kultiges Konami-Crossover

Insgesamt wirken die Personalisierungsmöglichkeiten im Spiel nahezu endlos. Neben den Charakteren können wir auch neu aufgelegte Musikstücke aus zahlreichen Konami-Spielen mit der Ingame-Währung erwerben. Wir kommen also in den Genuss eines Vampire-Killer-Remix oder dem neu arrangierten Theme of Tara aus Metal Gear Solid.

Doch damit nicht genug: Es lassen sich in Super Bomberman R 2 auch Kostüme, Accessoires, Posen, Spott-Texte, Player Cards und sogar das Aussehen der Bomben selbst personalisieren. Diese jedoch jedes Mal kaufen zu müssen, finden wir allerdings recht lästig. Viel schöner wäre es dagegen, durch Fortschritt im Spiel manche Personalisierungsoptionen direkt freizuschalten.

Bei Standard-Kämpfen gilt das altbewährte Bomben Platzieren und Explosionen ausweichen. Quelle: PC Games

Bomberman bleibt Bomberman

Das klassische Explosionserlebnis bietet zweifelsfrei der Versus-Mode. Hier können die Modi Standard, Schloss und Grand Prix ausgewählt werden. Im Standard-Kampf ist das einzige Ziel, den Gegner durch geschickte Platzierungen der eigenen Bomben aus der Arena zu befördern, bevor er das mit uns anstellt. Zusätzlich sammeln wir Power-Ups ein, die in Form von Kacheln auf dem Boden erscheinen. So erhöhen wir unsere Geschwindigkeit, Bombenkapazität sowie deren Explosionsradius.

Diese Auswirkungen der Gadgets sind für Fans der Reihe zwar geläufig, für Neueinsteiger fehlt allerdings eine Erklärung, wenn man von den Tipps im Ladescreen absieht. Vor allem im Multiplayer- lokal oder online - macht dieser Modus am meisten Laune. Die abwechslungsreichen Stages sorgen für andere Strategien, doch wir hätten uns zum Anfang eine größere Auswahl gewünscht. Warum es außerdem möglich ist, den gleichen Bomber wie ein Mitspieler auszuwählen, können wir uns nicht ganz erklären, da auf diese Weise ziemlich leicht Verwirrung entsteht.

Der Grand Prix erfordert das Einsammeln von Kristallen zum Sieg auf neuen Karten. Quelle: PC Games

Kommen wir einmal zum Grand Prix. Der ist keinesfalls ein Rennen, sondern ein Teamkampf mit dem Ziel, den Gegnern bis zum Ablaufen des Zeitlimits Kristalle streitig zu machen. Diese erscheinen zufällig in der Arena und werden nach dem K.O. eines Spielers fallen gelassen. Der Modus bietet zwar ein paar neue Stages, aber sehr viel anders als der Standard-Modus spielt er sich nicht.

Du kommst hier nicht rein!

Das lässt sich allerdings nicht über den Schloss-Modus sagen, da hier in einem Teamkampf Schatztruhen erbeutet [MG2] beziehungsweise verteidigt werden müssen. Diese lassen sich allerdings nur mit einem in der Arena verteilten Schlüssel öffnen. Die hier verfügbaren Karten bieten eine nette Abwechslung und lassen sich mit dem neuen Stage Editor bearbeiten. Ein neues Level können wir ebenfalls selbst erstellen oder eine von anderen Nutzern gebastelte Karte herunterladen.

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