Vor dem Looping werden noch einmal die Boost-Düsen gezündet.
Bunt, sauber und flüssig - in rein optischer Hinsicht gehört Stunt GP zu den gelungeneren PS2-Funracern. Die ferngesteuerten Autos funkeln in den Farben ihrer Sponsorenteams, die Kurse warten mit futuristischen Glastunnels, grell bemalten Steilkurven und detaillierten Hintergründen auf. Auch Lichtreflexe und Qualmwolken können sich sehen lassen und erfreulicherweise brauchen Sie selbst in den Zweispielermodi kaum Performance-Einbußen hinzunehmen. Doch ein Rennspiel lebt nicht von der Grafik allein - das Fahrgefühl muss stimmen; und hier kommt Stunt GP nicht übers Mittelmaß hinaus. Mag die eingeblendete Tacho-Nadel auch über die 200 klettern, vom Geschwindigkeitsrausch ist man selbst bei Vollgas meilenweit entfernt. Die Stunts beschränken sich auf Rollen und Salti, die man an Rampen oder Steilkurven auslösen darf. Zur Belohnung gibt"s Extra-Energie und damit Aufschub vor dem nächsten Boxenstopp. Um in Loopings oder auf der Geraden auf Touren zu kommen, dürfen Sie die Turbodüsen aktivieren, was sich allerdings nicht besonders auszahlt, da die kaum spürbaren Temposchübe den Akku schnell schröpfen und der herausgefahrene Vorsprung sich an der Tankstelle wieder verflüchtigt. Neben Modi wie Zeitrennen, Bestzeit, Challenge oder Arcade dürfen Sie an einer recht zähen Meisterschaft teilnehmen, Preisgelder einfahren und Ihr Wägelchen mit neuen Ersatzteilen bestücken. Bauart und Ausstattung der 16 Modelle wirkt sich dabei auf Wendigkeit, Bodenhaftung und Stuntfähigkeit aus. In der Stunt-Arena hingegen springen Sie in Tony-Hawk-Manier über die Ränder von Half-Pipes und kassieren Punkte für gelungene Überschläge. Leider schwenkt die Kamera während der Stunts in so ungünstige Positionen, dass man die Streckenführung aus dem Auge verliert.
Bildergalerie: Stunt GP
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