Strider
STRIDER 1 Baujahr 1989. Scheckheftgepflegt. Und immer noch in tadellosem Zustand.
bestach vor zehn Jahren durch ein ausgefeiltes Leveldesign und bombastische Riesenendgegner, die in einer Wahnsinnsgrafik daherkamen. Nur mit einer Lichtklinge bewaffnet schlug sich der einsame Assassine durch fünf Levels, wobei kluges und langsames Vortasten eine wichtige Rolle spielte. Bis der finale Obermotz von seiner eigenen Weltraumstation geschubst wurde, durchstreifte man russisch angehauchte Landschaften, kletterte auf die Kremlmauer und machte Bekanntschaft mit abstrusen Endgegnern, die so noch nie zuvor gesichtet wurden. Netterweise hat Capcom den ersten Teil auf einer Extra-CD der aktuellen Automatenumsetzung beigepackt, so dass sich auch Konsolenfrischlinge ein Bild von den damaligen Bitmap-Zeiten machen können. Für Strider 2 hat man die alten Tugenden wieder hervorgekramt und in ein modernes 3D-Polygonengewand gesteckt. Obwohl der Ninja immer noch festgelegten Pfaden folgt, zoomt und rotiert der Hintergrund in Pandemonium-Manier. Schön anzusehen sind wiederum die Charaktere, die allen Neuerungen zum Trotz als gezeichnete Sprites dargestellt werden. Neben der neuen Grafik fällt besonders die neue Spieldynamik auf. Strider Hiryu ist nun um einiges flinker auf den Beinen und hat einige neue Moves dazugelernt. Das kalte, berechnende Vorantasten ist passé. Stattdessen flitzt der Held durch die Levels und verliert sich teilweise in sehr hektischen Episoden. Veteranen werden diesen Titel lieben, während Neulinge wahrscheinlich mit einem Fragezeichen überm Kopf vor dem Bildschirm sitzen werden. Erfolgreiches Durchspielen beider Teile wird übrigens mit Zusatzlevels und einem neuen Charakter belohnt.