Steelseries verspricht mit dem Arctis Nova Pro Omni ein Headset für alle Gamer - das hat aber seinen Preis. Wir schauen, was das Wireless-Headset für knapp 400€ wirklich liefert.
Wann habt ihr das letzte Mal gedacht, es ist an der Zeit, EA Sports FC auf der Playstation zu starten, in der Halbzeit ein paar Gegner in CoD am PC über den Haufen zu schießen und dabei ein bisschen Musik auf dem Smartphone zu hören? Vermutlich nie, aber das ist mit dem neuen Steelseries Arctis Pro Omni möglich! Na gut, das Szenario ist ein bisschen übertrieben, aber wir verraten euch, warum dieses Multi-Audio-Setup durchaus Sinn ergeben kann.
Das steckt im Lieferumfang
Das Arctis Nova Pro Omni kommt mit genauso viel Zubehör wie der Name lang ist. Das Headset wird zunächst in einer kleinen Stofftasche geliefert. Die ist auf den ersten Blick ganz nett und deutlich besser als eine einfache Plastikverpackung, dennoch hätten wir uns ein Hardcase gewünscht, wie es bei klassischen Kopfhörern üblich ist. Allzu dramatisch ist das jedoch nicht, schließlich bleibt das Headset ohnehin am Schreibtisch geparkt und soll die eigenen vier Wände nicht verlassen. Dazu gibt es noch zwei USB-C-auf-USB-A Kabel, einen kleinen Popschutz für das Mikrofon, einen Zusatzakku und die externe Soundkarte.
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Verarbeitung und Bedienung
Auf den ersten Blick wirkt das Headset recht wuchtig, sitzt aber erstaunlich locker auf Kopf und Ohren. Wie von Steelseries gewohnt, kann das Kopfband in verschiedenen Stufen eingestellt werden und mittels verstellbarem Bügel wird das Headset an die gewünschte Größe angepasst. Die großen Ohrpolster sind sehr weich und sorgen selbst mit Brille nach einigen Stunden für keinerlei Schmerzen.
Quelle: PC Games Hardware
Steelseries bleibt sich beim Design treu.
Leider ist uns im Test häufiger aufgefallen: So locker und entspannt das Headset auf dem Kopf sitzt, so schnell kann es sich auch vom Kopf verabschieden. Nach der ein oder anderen schlechten Runde in Valorant und dem Versuch, den Frust in der Wohnung rauszulaufen, merkten wir immer wieder, wie das Steelseries-Headset auf dem Kopf herumhüpfte oder hin- und herrutschte, wenn die Kopfbewegungen etwas schneller wurden. Ob das für euch zum Problem wird, müsst ihr selbst wissen. Spieler mit geringer Frustrationsschwelle und Headbanger sollten das aber im Hinterkopf haben.
So locker wie das Headset sitzt, geht aber auch die Bedienung von der Hand. Auf der linken Seite werden ANC, Transparenzmodus und Mikrofon gesteuert. Dazu befinden sich auf der gleichen Seite auch noch das Lautstärkerad und das ausfahrbare Mikrofon. Auf der rechten Seite wartet dann noch ein Bluetooth-Knopf und unter der magnetischen Abdeckung befindet sich der Headset-Akku. Ein Feature, das man schon von anderen Arctis-Pro-Modellen kennt. Der Akku kann entnommen und einfach in der externen Soundkarte geladen werden. Dadurch muss das Headset im Idealfall also nie geladen werden. Wer doch lieber auf kabelgebundenes Audio steht, kann auf der linken Seite auch noch ein 3,5mm-Klinkenkabel anschließen.
Quelle: PC Games Hardware
Wie schon von anderen Headsets der eigenen Reihe gewohnt, kann der Akku des Headsets in der externen Soundkarte geladen werden.
Satter Sound bei Eigeninitiative
In unserem Test haben wir das Arctis Nova Pro Omni vorwiegend am PC genutzt. Der Anschluss ist schnell und selbsterklärend. Steelseries empfiehlt zwar den Download der hauseigenen Software und App - beides ist aber zum Glück nicht essenziell. Out of the Box klingt das Headset ausgeglichen mit fokussierteren Höhen, ohne die Tiefen zu vernachlässigen. Über die externe Soundkarte kann das Soundprofil so angepasst werden, wie man es am liebsten hat bzw. am ehesten braucht. Dafür sind mehrere vorgefertigte Modi verfügbar - man kann die Frequenzbereiche aber auch individuell anpassen. Für den alltäglichen Gaming-Gebrauch reichen die vorgefertigten Varianten aber allemal.
Besonders in actiongeladenen Spielen wie Battlefield und Call of Duty gefiel uns das Headset sehr gut. Explosionen und Schusswechsel klingen satt, als würde man in einen Actionfilm eingesogen werden. Bei kompetitiven Spielen zeigt sich das Omni zwar präzise, es bedarf aber etwas mehr Feinjustierung, um gegnerische Schritte beispielsweise in Valorant wahrzunehmen.
