Star Wars meets XCOM - mit Zero Company kommt Taktik in die Klonkriege und mein Fan-Herz jubelt
Special
Auf der Star Wars Celebration wurde endlich Star Wars: Zero Company angekündigt. Matthias hat alle Infos zum Spiel in der Vorschaut zusammengetragen.
Über Ostern fand in Japan die Star Wars Celebration statt. Ich habe das Event hauptsächlich aus einem Grund verfolgt: Bit Reactor und Respawn Entertainment haben mit Star Wars: Zero Company endlich ihr lang erwartetes Strategie-Projekt vorgestellt. Schon im Januar 2022 wurde ich hellhörig, als die Publisher Electronic Arts und Lucasfilm Games offiziell bekannt gaben, dass bei Respawn aktuell drei neue Star-Wars-Spiele in Arbeit seien.
Eines davon sollte ein Strategiespiel werden - ein Genre, in dem Fans des Lucas-Universums schon seit langem auf dem Trockenen sitzen. Immerhin ist Empire at War aus dem Jahr 2006, also schon fast 20 Jahre alt. Nun wird Zero Company kein RTS wie Empire at War, aber ein Spiel im Stile von XCOM finde ich sogar noch wesentlich spannender. Was ich bisher zum Spiel erfahren habe, klingt bereits sehr vielversprechend.
Krieg im Schatten des Krieges
Star Wars: Zero Company spielt während der Endphase der Klonkriege. Die Entwickler haben sich für diese Ära entschieden, weil der galaktische Bürgerkrieg mit zwei ungefähr gleich großen Fraktionen besser für die Story geeignet ist als die asymmetrischen Konflikte der Rebellion. Als großer Fan der Clone-Wars-Serie bin ich mit dem Setting entsprechend ziemlich glücklich, weil es viel Potenzial für die typischen "Das kenn ich doch"-Momente gibt.
Mir gefällt allerdings auch, dass die Entwickler betonen, dass es sich bei Zero Company nicht einfach nur um ein Clone-Wars-Spiel handelt. Es sei vielmehr ein Spiel, das während der Klonkriege spielt, sich bei seinen Themen und der Tonalität aber auch sehr viel Inspiration bei Andor, Rogue One und der Originaltrilogie geholt hat. Und anders als in der Serie, in der wir die Abenteuer der großen Kriegshelden wie Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker verfolgen, soll die Story des Spiels sich viel mehr mit der Perspektive kleiner Soldatentrupps befassen.
Die Kämpfer der Zero Company stehen dabei nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Stattdessen kämpft die wild zusammengestellte Truppe einen "Krieg unter dem Krieg", wie es die Entwickler beschreiben. Das Eliteteam von unkonventionellen Söldnern wird für verdeckte Operationen mit speziellen taktischen Anforderungen eingesetzt. Ein Ansatz, der mir richtig gut gefällt, weil er sehr viele Möglichkeiten bietet, neue Geschichten im Schatten der bereits etablierten Storys der Klonkriege zu erzählen.
Ein Team von Außenseitern
Anführer der Zero Company ist Hawkes, ein in Ungnade gefallener Offizier der Republik. Bei der Ausarbeitung des Protagonisten war es den Entwicklern wichtig, eine relativ einzigartige Figur zu erschaffen, die kein Abziehbild von bekannten Charakteren ist. Dieser Hintergrund ermöglicht es dann auch, dass Hawkes vom Spieler frei gestaltbar ist. Ich kann meinen Helden also in Aussehen, Geschlecht, Rasse und anderen Aspekten nach meinen Vorlieben gestalten. Das erinnert ein wenig an den frei erstellbaren Superhelden in Marvel's Midnight Suns, was ich sehr begrüße.
Für den Rest meines Squads habe ich die Wahl. Die Entwickler integrieren einige vorgefertigte Charaktere ins Spiel, die sich mit ihren eigenen Geschichten und Zielen der Zero Company anschließen. Da ist zum Beispiel der Klon-Truppler Trick, der schon länger mit Hawkes dient und bei der desaströsen Mission dabei war, die zum Karriereknick des Protagonisten geführt hat. Sehr interessant finde ich auch die Jedi-Padawan Tel. Sie ist vom Volk der Tognath, die wir bisher noch nicht als Jedi gesehen haben, und erhofft sich, durch ihr Engagement in der Elite-Truppe die Mission ihres gefallenen Meisters vollenden zu können.
Bildergalerie
Weitere bisher bekannte Charaktere sind der Umbara-Scharfschütze Luco Bronc und die mandalorianische Revolverheldin Cly Kullvero. Während diese Figuren zwar eine wichtige Rolle in der Handlung des Spiels einnehmen sollen, bin ich jedoch nicht auf sie beschränkt. Ähnlich wie in XCOM kann ich auch jederzeit eigene Squadmitglieder per Charaktereditor erstellen. Für diese soll es eine Vielzahl an Archetypen mit unterschiedlichen Spielweisen geben. Die Entwickler sprachen scherzhaft sogar davon, dass es möglich ist, eine ganze Truppe nur aus Astromech-Droiden zusammenzustellen. Das kommt mit seinen eigenen spielerischen Herausforderungen, aber möglich ist es.
