Star Wars meets XCOM - mit Zero Company kommt Taktik in die Klonkriege und mein Fan-Herz jubelt
Special
Auf der Star Wars Celebration wurde endlich Star Wars: Zero Company angekündigt. Matthias hat alle Infos zum Spiel in der Vorschaut zusammengetragen.
Planeten aus der hinteren Reihe
Ein Aspekt, der mir bei der Präsentation des Spiels sehr positiv aufgefallen ist, war die Wahl der bereits bestätigten Schauplätze, also Planeten. Häufig sieht man ja in vielen Spielen immer wieder die gleichen Orte. Tatooine ist da zum Beispiel ein ständiger Dauerbrenner. Nun kann ich nicht ausschließen, dass Lukes Wüstenball in Zero Company nicht auch eine Rolle spielt, aber die Entwickler haben zunächst lieber über weniger bekannte Planeten gesprochen.
So befindet sich die Basis der Zero Company, die einfach nur "Die Höhle" genannt wird, im Ring von Kafrene. Zu sehen war diese Minenkolonie bereits kurz in Rogue One, als Cassian von einem Informanten erstmals von der Existenz des Todessterns erfährt. In der Basis kann ich mit den Mitgliedern meines Teams interagieren und vermutlich über Dialoge die Beziehung verbessern. Auch soll die Basis im Verlauf des Spiels stetig verbessert werden können. Ob ich dabei einen genauso umfangreichen Ausbau betreibe wie beim Basisbau von XCOM, ist bisher aber nicht bekannt.
Die Missionen von Zero Company verschlagen mich dann an die verschiedensten Orte. Bestätigt haben die Entwickler bisher den Schneeplaneten Vandor, bekannt aus Solo, den in der Obi-Wan-Serie gezeigten Minenplaneten Mapuzo sowie den aus der zweiten Staffel von Bad Batch bekannten Wüstenplaneten Serolonis. Außerdem sind bisher Anaxes und Champala als weitere Planeten bekannt. Es freut mich sehr, dass die Entwickler hier richtige Deep Cuts in die Lore unternehmen und mich Schauplätze erleben lassen, die bisher nur in Serien oder gar Comics eine Rolle spielten.
Zwischen den Schauplätzen reist das Team übrigens mit dem extra für das Spiel neu entworfenen Raumschiff Caisson. Und da ein selbst gestaltetes Schiff noch nicht genug ist, dürften die Entwickler mit M-3VO (gesprochen Mevo) auch noch ihren eigenen Droiden erschaffen, der als Pilot des Schiffes dient.
Von Feind zu Freund
Während der gesamten Präsentation haben sich die Entwickler vorwiegend auf das Setting, die Story und Charaktere konzentriert. Fragen zum Gameplay sind sie größtenteils ausgewichen. Vor dem Hintergrund, dass das Spiel erst im kommenden Jahr erscheinen soll, fand ich das jetzt auch erstmal gar nicht so schlimm. Ein paar Infofetzen konnte ich dennoch aufschnappen und auch die wenigen Sekunden an Gameplay im Ankündigungstrailer geben zumindest ein paar kleine Einblicke.
Wie von XCOM gewohnt, wähle ich auf einer großen Galaxiekarte im Hauptquartier die Missionen aus, die ich mit meinem Team angehen will. Wie die Entwickler betonen, treffe ich dabei auch jedes Mal bedeutende Entscheidungen, die weitreichende Folgen für den Verlauf der Handlung haben. Welche Missionen ich angehe, welche Leute ich dabei ins Team stecke und wie ich mich auf dem Schlachtfeld verhalte, soll Konsequenzen haben.
Die Entwickler haben das an den Beziehungen zwischen den Charakteren verdeutlicht. So können sich die meisten der vorgefertigten Figuren zu Beginn nicht wirklich leiden. Wenn ich die Leute zusammen in eine Mission schicke, kann ich die Bindung zwischen diesen Charakteren stärken und so vielleicht aus Rivalen enge Verbündete werden lassen. Zudem können Konflikte zwischen Squadmitgliedern auch eskalieren, wenn ich mich nicht darum kümmere.
Quelle: Electronic Arts
Ich habe zudem auch taktisches Interesse daran, dass meine Truppe gut miteinander auskommt. Durch stärkere Bande zwischen den Kämpfern schalte ich nämlich besondere Teamfähigkeiten frei. Als Beispiel nannten die Entwickler hier Reaktions-Angriffe, die im Team ausgeführt werden können. Ansonsten dürfte der Blick auf die wenigen Gameplay-Szenen für XCOM-Veteranen sehr vertraut sein. Bei den in einem Kreismenü auszuwählenden Befehlen konnte ich übliche Aktionen wie Overwatch, Heilung und einen Scharfschützenangriff erkennen. Auch das typische Deckungssystem und der Einsatz von Granaten wirkten sehr vertraut.
Ersteindruck gelungen
Die letzte noch spannende Information, die ich aus dem Panel zu Zero Company mitgenommen habe, war die Bestätigung von Gordy Haab als Komponist für den Soundtrack des Spiels. Seine Arbeit hat mir schon bei Jedi: Fallen Order und Jedi: Survivor ausgezeichnet gefallen. Ansonsten bleibt erstmal nur zu spekulieren, bis uns die Entwickler weitere Einblicke in das Spiel gewähren. So stellt sich mir zum Beispiel die spannende Frage, welche Charaktere oder gar Handlungsstränge aus Clone Wars im Spiel vorkommen könnten. Die Möglichkeiten sind hier ja mannigfaltig.
Ich würde mich als Fan sehr freuen, wenn es den einen oder anderen Aha-Moment in dieser Richtung gäbe. Aber auch so freue ich mich bereits sehr auf Zero Company, da mich das Spiel bereits auf vielen Ebenen sehr anspricht. Natürlich will ich auch erstmal noch mehr vom Gameplay sehen und erfahren. Für eine Spielerfahrung auf XCOM-Niveau sind ja auch die taktischen Systeme im Hintergrund von entscheidender Bedeutung. Wie kann ich meine Kämpfer aufleveln? Kann ich Forschung betreiben und Gegenstände herstellen? Viele Fragen bleiben offen und werden hoffentlich bald genauer beleuchtet. Noch ist ja Zeit. Star Wars: Zero Company soll 2026 für PC, PS5 und Xbox Series S/X erscheinen.
Star Wars: Zero Company wird von Bit Reactor in Kooperation mit Respawn Entertainment entwickelt. Als Publisher fungieren Electronic Arts und Lucasfilm Games. Es handelt sich bei dem Spiel um ein taktisches Rundenstrategiespiel im Stile von XCOM. Das Spiel soll 2026 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X erscheinen.
