Stalker 2: Es kommt auf die Spielwelt an, ob mich das Spiel richtig abholt
Kolumne
Stalker 2 erscheint am 20. November. Redakteur Michi Grünwald freut sich auf den Release des Shooters und hofft auf eine großartige Spielwelt.
Es braucht Reaktionen
Ich bin zum Beispiel immer sehr anfällig, wenn es um Titel von Ubisoft geht. Egal ob Assassin's Creed, Far Cry, The Division oder andere - ich möchte sie spielen, obwohl ich weiß, dass ich am Ende nicht mehr so überzeugt sein werde wie noch vor einigen Jahren.
Mit Star Wars Outlaws hatte ich insgesamt viel Spaß, die Schwächen der Spielwelt sind aber definitiv da und stören mich zwischendurch schon. Wirklich belebt sind die weitläufigen Planeten nicht. Ich bin jemand, der wirklich gerne in die hinterste Ecke läuft, reitet oder fährt, um auch das letzte Geheimnis herauszubekommen. Bei Outlaws entdecke ich dort häufig aber nur eine Levelgrenze aus Stein oder Pflanzen.
Quelle: PCGH
Ganz ähnlich verhält es sich, wenn ich versuche, NPCs anzurempeln. Die laufen nämlich unbeeindruckt weiter oder bleiben starr an ihrem Platz stehen und reagieren somit überhaupt nicht. Das ist schade, weil Ubisoft das schon durchaus besser umgesetzt hat. In Assassin's Creed kann ich mir meinen Weg auch freischubsen und die Passanten finden das gar nicht mal so super.
Es sind unter anderem solche Kleinigkeiten, die aus einer guten Spielwelt eine sehr gute Spielwelt machen.
Spielwelten machen Meisterwerke
Ich bin mir sehr sicher, Zelda: Breath of the Wild wäre ohne die verstreuten Abenteuer und Puzzles deutlich weniger gelungen. The Witcher 3 hätte ohne das Leben in den verschiedenen Dörfern niemals den Legendenstatus erreicht. Und selbst die verschiedenen Biome mit ihren Pflanzen, Lebewesen und Monstern in Minecraft tragen einen großen Teil zum Erfolg des Spiels bei.
Quelle: GSC Game World
Was ich bisher in den Trailern und den gezeigten Gameplay-Eindrücken aus Stalker 2 gesehen habe, sind nicht nur endlose, verstrahlte Weiten, sondern auch extrem interessante Gegenden, die zur Erkundung einladen. Es wird nicht nur darauf ankommen, die offene Welt mit Gegnern und anderen NPCs bis in die hinterste Region zuzukleistern.
Es wird darauf ankommen, Geschichten auch abseits der Haupt-Story zu erzählen. Und das funktioniert eben sehr gut mit diesen Kleinigkeiten, die die Spielwelt glaubwürdiger gestalten.
Quelle: GSC Game World
Könnt ihr euch zum Beispiel noch an den Gameplay-Ausschnitt aus einem Trailer erinnern, bei dem die Hauptfigur einen Mann getroffen hat und der plötzlich anfing zu tanzen? Oder die Gruppe, die am Lagerfeuer sitzt und sich Geschichten über die Gegend erzählt? Das sind die Dinge, die ich direkt im Spiel sehen möchte und nicht als Zwischensequenz.
Aber ich habe ein sehr gutes Gefühl bei Stalker 2 und schon in wenigen Tagen weiß ich schließlich mehr. Der Release am 20. November wird dieses Jahr mein letztes großes Gaming-Highlight. Und dann hoffentlich auch mit einer fantastischen Spielwelt. Weil und da muss ich jetzt mal den Rapper Marteria zitieren: Wenn ich Stalker 2 spiele, hätte ich's schon auch wirklich gerne "so schön verstrahlt".
