Splashdown 2

Test Wolfgang Fischer

Per Splitscreen dürfen Sie sich mit einem Freund in vier verschiedenen Modi messen. Per Splitscreen dürfen Sie sich mit einem Freund in vier verschiedenen Modi messen. Von einem Nachfolger erwartet natürlich jeder, dass er größer und besser wird, aber auch die besonderen Vorzüge des Vorgängers bietet. Dass dies nicht immer funktioniert, zeigen Sequel-Pleiten wie Devil May Cry 2 oder F1 Career Challenge. Entwickler Rainbow Studios, der sich in der Vergangenheit mit Titeln wie ATV Offroad Fury oder Mat Hoffman's Pro BMX 2 schon einen guten Namen auf der PS2 gemacht hat, war also bei Splashdown 2 ganz besonders gefordert, das gute Gameplay des Vorgängers nicht zu verschlimmbessern.

Spritzig, spassig, spekatkulär
Schon nach wenigen Rennrunden wird klar, dass sich spielerisch (glücklicherweise) nicht allzu viel verändert hat. Noch immer kommt es hauptsächlich auf eine Sache an: Geschwindigkeit. Das zum Siegen nötige Tempo holt man sich wie gewohnt durch möglichst ausgefallene Stunts. Je verrückter und länger der Trick, desto größer der Effekt auf die Turboleiste. Um diese durchgehend gefüllt zu halten, ist man gezwungen, fast bei jedem längeren Sprung sein virtuelles Leben bei verrückten Stunts zu riskieren. Dank der gelungenen Steuerung klappt die Ausführung der 75 unterschiedlich schweren, miteinander kombinierbaren Tricks absolut problemlos. Ein umfangreiches Tutorial sorgt Schritt für Schritt dafür, dass sich auch absolute Splashdown- und Jet-Ski-Neulinge schnell mit Spielprinzip und Steuerung vertraut machen und erste Erfolge verbuchen können.

Kaufrausch
Wie schon im Vorgänger messen Sie sich mit mehr oder weniger intelligent agierenden KI-Gegnern, die zwar rangeln, was das Zeug hält, nicht selten aber drei Runden lang denselben Anfängerfehler an derselben Stelle machen. Das ändert jedoch nichts daran, dass man einige Regeln beachten muss, um in späteren Levels und höheren Schwierigkeitsgraden vorne mitfahren zu können. Wer beispielsweise Bojen nicht von der korrekten Seite passiert, muss damit leben, dass sein Jet-Ski kurzzeitig nicht mit voller Leistung arbeitet. Darüber hinaus ist es enorm wichtig, die Boost-Anzeige durchgehend gefüllt zu halten und den richtigen Spielercharakter für den jeweiligen Wettkampf zu wählen. Mit den vier anfangs verfügbaren Rennfahrern kann man später leider nicht mal mehr einen Blumentopf gewinnen. Der einfachste Weg, die übrigen acht Jet-Ski-Akrobaten freizuschalten, sind Erfolge im Karrieremodus. Grundsätzlich erhält man für Erfolge jeder Art Punkte, mit denen man allerhand freischaltbare Extras kaufen kann. Darunter besagte Charaktere, Videos, Wetsuits und vieles mehr. Wer an einer bestimmten Strecke ständig scheitert, kann diese ebenfalls im Warehouse freischalten und dann erst einmal ein paar Übungsrunden einlegen.

Gewaltiger Umfang
Alles in allem ist die Auswahl an Spielmodi, Kursen und Herausforderungen in Splashdown 2 absolut beeindruckend. Zwar nicht ganz ruckelfrei, dennoch ziemlich spaßig ist der Zweispieler-Splitscreen-Modus, bei dem man heiße Trickwettkämpfe austragen oder spannende Kopf-an-Kopf-Rennen bestreiten kann. Leider ist es nur möglich, über die zwölf Stadion- und 20 Time-Trial-Kurse zu brettern. Die grafisch aufwendigen Vergnügungsparkkurse sucht man leider vergebens. Wahrscheinlich, weil dann an eine flüssige Darstellung nicht zu denken wäre. Auf diesen acht Strecken geht es derart zur Sache, dass es unheimlich schwer ist, sich nicht ablenken zu lassen. Die Levels sind ständig in Bewegung und verändern sich gravierend während des Rennens. Im Cannonball-Cove-Level sorgen Explosionen dafür, dass sich nützliche Abkürzungen ergeben, und im Bermuda Blast fallen gar riesige Öltanker vom Himmel und ändern den Streckenverlauf. Obwohl es am Design dieser aufwendigen Levels praktisch nichts auszusetzen gibt, passiert es dennoch gelegentlich, dass man irgendwo hängen bleibt und wertvolle Sekunden verliert. Derartige Frustmomente sind aber glücklicherweise relativ selten. Die größte Herausforderung im Einzelspielerpart des Games ist der Karrieremodus, bei dem man Meisterschaften gegen die KI-gesteuerte Konkurrenz bestreitet. Wie schon oben angedeutet, gibt es hier jede Menge Punkte zu gewinnen, mit denen man Extras freischalten kann. Wie viel Punkte dies im Einzelnen sind und wie umfangreich beziehungsweise schwer die Meisterschaften ausfallen, hängt vom Schwierigkeitsgrad ab. Grundsätzlich benötigt man in diesem Modus immer einen zweiten Platz, um ins nächste Rennen vorzustoßen. Schafft man dies nicht, sollte man besser noch ein Continue übrig haben. Die Anzahl dieser Fortsetzungsmöglichkeiten hängt wiederum vom Schwierigkeitsgrad ab.

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