Stop Killing Games: Revolution für Online-Spiele rückt einen Schritt näher

News Sebastian Glanzer
Stop Killing Games: Revolution für Online-Spiele rückt einen Schritt näher
Quelle: Stop Killing Games

Wenn die Server abgeschaltet werden, bleiben Gamer auf ihren Kosten für das Spiel sitzen. Dagegen kämpft die Verbraucherschutzinitiative "Stop Killing Games", die ihrem Ziel jetzt einen Schritt näher gekommen ist.

Vor rund zwei Jahren setzte sich die Gruppe Stop Killing Games in Bewegung. Seitdem hat sich die Initiative aus Gamern und Verbraucherschützern zum Ziel gesetzt, dass Verbraucher ein Videospiel nach dem Erwerb dauerhaft nutzen können und Publisher die zentralen Server des Games nicht einfach abschalten dürfen.

Nachdem Anfang des Jahres vor der EU-Kommission rund 1,3 Mio. Unterschriften für die Weiterführung des Verfahrens gesammelt wurden und der Gründer von Stop Killing Games (Ross Scott) vor dem Europäischen Parlament sprach, hat die Initiative jetzt einen weiteren Meilenstein erreicht.

Stop Killing Games erzielt in den USA weitere Erfolge

Vor einem kalifornischen Gericht wurde jetzt ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der sich mit den finanziellen Auswirkungen der Stop-Killing-Games-Initiative befasst. Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Studios entweder Schritte unternehmen müssen, um "abgeschaltete" Spiele weiter am Laufen zu halten, oder für vollständige Rückerstattungen für Käufer des Spiels sorgen.

Sollte der Gesetzesentwurf verabschiedet werden, würde er im Januar 2027 in Kraft treten. Das ist ein großer Schritt für Stop Killing Games. Bis dieser Entwurf tatsächlich zum Gesetz wird, ist es aber noch ein weiter Weg.

Im nächsten Schritt muss ein Gremium des kalifornischen Gerichts mit einer deutlichen Mehrheit für den Gesetzesentwurf stimmen, damit der Entwurf in die nächste Phase übergehen kann.

In der nächsten Phase durchläuft der Entwurf das kalifornische Repräsentantenhaus. Angenommen, dass auch in diesem Schritt die Verantwortlichen dafür stimmen, liegt die letzte Hürde beim kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom.

Wie entstand Stop Killing Games?

Den Ball für Stop Killing Games brachte im April 2024 der YouTuber Ross Scott aka Accursed Farms ins Rollen. Der YouTuber beschwerte sich damals, dass Ubisoft die zentralen Server des Rennspiels The Crew abschaltete und das Game damit unspielbar machte.

Viele Spieler hatten das Spiel gekauft und es hätte nach dem Kauf theoretisch auch offline weiterlaufen können. Ziel ist es, dass Spiele auch nach der Einstellung des Supports oder der Abschaltung der Server weitergespielt werden können.

Was haltet ihr von Stop Killing Games? Und wart ihr auch schon mal sauer, dass ein Spiel einfach "abgeschaltet" wurde? Schreibt uns gerne in den Kommentaren und beachtet dabei bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei YouTube, Instagram und TikTok.

Quelle | rockpapershotgun.com

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