Publisher weiter unter Druck: Stop Killing Games erreicht wichtigen Durchbruch in Kalifornien
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Die Stop-Killing-Games-Bewegung hat den nächsten wichtigen Erfolg erzielt. Eine neue Abstimmung in den USA könnte Folgen haben, die weit über Kalifornien hinausreichen.
Die Stop-Killing-Games-Bewegung hat in den vergangenen Monaten wichtige Erfolge erzielt und heute gibt es besonders gute Nachrichten. einen weiteren wichtigen Erfolg erzielt. In Kalifornien hat ein Gesetzesentwurf zum Schutz digitaler Spiele eine entscheidende Abstimmung bestanden und könnte künftig dafür sorgen, dass Käufer auch nach dem Ende des offiziellen Supports weiterhin auf ihre Spiele zugreifen können.
Stop Killing Games: Kalifornisches Gesetz gegen abgeschaltete Spiele nimmt nächste Hürde
Der Gesetzesentwurf AB-1921, besser bekannt als Protect Our Games Act, wurde in der California State Assembly mit 43 zu 16 Stimmen angenommen. Die Nachricht verkündete der kalifornische Abgeordnete Chris Ward in einem Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Stop Killing Games. Ein Unterstützer der Initiative bestätigte die Abstimmung anschließend auf Reddit und erklärte, dass der Entwurf breite Unterstützung bei den Demokraten erhalten habe.
Für die Initiative ist die Abstimmung ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Verschwinden digitaler Spiele. Auslöser der Bewegung war die Entscheidung von Ubisoft, die Server von The Crew abzuschalten und Besitzern damit den Zugriff auf das Spiel zu entziehen. Nun soll AB-1921 verhindern, dass ähnliche Fälle künftig ohne Vorwarnung oder Ausgleich stattfinden. Nach den aktuellen Plänen müssten Publisher mindestens 60 Tage vor der Abschaltung eines serverabhängigen Spiels informieren.
Anschließend wären sie verpflichtet, entweder eine Möglichkeit zum Weiterspielen bereitzustellen oder Käufern ihr Geld zurückzuerstatten. Als mögliche Lösungen nennt Stop Killing Games insbesondere Community-Server oder einen Offline-Modus, der nach dem Support-Ende freigeschaltet wird. Chris Ward erklärte nach der Abstimmung:
"Der Entwurf liegt jetzt beim Senat des Bundesstaates und wird dort im Juni in den Ausschüssen diskutiert. Die Idee kam von einem Bürger aus San Diego, der es leid war, dass Spiele kurz nach dem Kauf abgeschaltet werden. Wenn ihr in Kalifornien lebt, kontaktiert euren Senator und erklärt als Spieler oder Entwickler, warum euch das wichtig ist. Wir kämpfen für Verbraucherschutz und dafür, dass ihr diese Spiele dauerhaft nutzen könnt."
The Crew brachte die Bewegung ins Rollen
Ins Leben gerufen wurde Stop Killing Games im April 2024 vom YouTuber Ross Scott. Anlass war die Abschaltung von The Crew, nachdem Ubisoft das Rennspiel aus dem Verkauf genommen und die Server deaktiviert hatte. Seitdem setzt sich die Initiative dafür ein, dass Publisher gekaufte Spiele nicht vollständig unbrauchbar machen können. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um erfolgreiche Titel. Auch weniger bekannte oder wirtschaftlich gescheiterte Spiele sollen langfristig erhalten bleiben.
Zu den häufig genannten Beispielen gehören Concord, Anthem und Highguard. In allen Fällen verloren Spieler nach der Abschaltung wichtige Funktionen oder den vollständigen Zugriff auf das Spiel.
Auch in Europa wächst die Unterstützung für Stop Killing Games
Die Bewegung hat inzwischen längst die USA verlassen. Die europäische Bürgerinitiative Stop Killing Games erreichte bereits im Juli 2025 die Marke von einer Million Unterschriften und überschritt im Januar 2026 sogar die Grenze von 1,3 Millionen Unterstützern. Anfang Mai haben europäische Politiker die Forderungen der Initiative erstmals offiziell diskutiert. Eine Stellungnahme der zuständigen Institutionen wird in den kommenden Wochen erwartet.
Trotz des Erfolgs in Kalifornien steht die Bewegung allerdings noch vor mehreren politischen Hürden. Der Gesetzesentwurf muss nun den Senat des Bundesstaates passieren, bevor er tatsächlich Gesetz werden kann. Währenddessen kündigen Publisher weiterhin neue Abschaltungen an. Sony wird den PlayStation-5-Titel Destruction AllStars aus dem Verkauf nehmen und die Server einstellen. Bereits wenige Wochen zuvor hatte 2K das Ende der Online-Funktionen von Lego 2K Drive angekündigt.
Ob Stop Killing Games seine Ziele letztlich durchsetzen kann, bleibt offen. Die Abstimmung in Kalifornien zeigt zumindest, dass die Forderung nach dauerhaft nutzbaren Spielen inzwischen nicht mehr nur in der Community diskutiert wird, sondern zunehmend auch die Politik beschäftigt.
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