Stop Killing Games: Gründer der Initative spricht vor dem Europäischen Parlament
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Der Gründer der Initiative Stop Killing Games hat die Problematik von Online-Spielen, die nach Server-Abschaltungen nicht mehr spielbar sind, vor dem Europäischen Parlament vorgetragen.
Ross Scott, der Gründer von Stop Killing Games, hat erstmals vor dem Europäischen Parlament gesprochen. Gemeinsam mit anderen Team-Mitgliedern erläuterte die Initiative, warum die Abschaltung der Server von Online-Spielen aus ihrer Sicht dem EU-Recht widerspricht.
"Das ist eine Geschäftsentscheidung"
Um die Problematik zu veranschaulichen, erklärt der Stop-Killing-Games-Berater Daniel Ondruška vor dem Europäischen Parlament: "Spiele, die vor 20 Jahren entwickelt wurden, funktionieren noch. Aber Spiele, die vor drei Jahren entwickelt wurden [...], laufen nicht mehr. Es ist eine Design-Entscheidung. Das ist eine Geschäftsentscheidung".
Zudem hält Scott, der Gründer von Stop Killing Games, die Schätzungen der End-of-Life-Kosten der Spielestudios für "fehlerhaft", da die Kosten für nur noch offline spielbare Titel eigentlich niedriger liegen würden. Die Auswirkungen auf das Gesamt-Budget eines Spiels seien ihm zufolge "nur sehr klein".
Interessanterweise geht es im Rahmen der EU-Anhörung auch darum, welche Lösungsansätze von der Initiative als nicht ausreichend angesehen werden: Dazu zählen eine verstärkte Hinweispflicht der Publisher auf das Support-Ende eines Spiels, festgelegte Zeiträume, in denen ein Titel mindestens unterstützt werden muss oder eine neue Rechtsprechung, die End-of-Life-Pläne für kommerzielle Spiele als freiwillig festlegt.
Letztlich versucht die Stop-Killing-Games-Initiative einen "adäquaten Käuferschutz" zu sichern, wie Moritz Katzner im Rahmen der EU-Parlamentsanhörung erklärt. Ein zuvor nutzbares Spiel durch eine Server-Abschaltung unspielbar zu machen, wirkt wie eine "geplante digitale Obsoleszenz".
Was denkt ihr über die Problematik, dass Online-Spiele wie Anthem nach der Server-Abschaltung komplett unspielbar werden? Schreibt uns gern einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesen Text - dazu müsst ihr eingeloggt sein. Wer noch keinen Account hat, kann sich hier registrieren. Beachtet beim Kommentieren bitte unsere Forenregeln und die allgemeine Netiquette.
Quelle: Europe Echo (YouTube)
