Rockstar Games-Mitgründer Dan Houser über die Zukunft des Gamings

News Jonas Herrmann
Rockstar Games-Mitgründer Dan Houser über die Zukunft des Gamings
Quelle: Rockstar Games

Dan Houser gilt als einer der einflussreichsten Entwickler überhaupt. Jetzt hat sich der Rockstar-Mitgründer zur Zukunft der Spiele-Branche geäußert.

Dass Videospiele ein Markt mit enormem Potenzial sind, hat sich in den letzten zehn bis 15 Jahren ziemlich herumgesprochen. Titel wie GTA Online, Fortnite oder League of Legends haben gezeigt, dass ein erfolgreiches Spiel auf Jahre Rekordgewinne generieren kann. Die Folgen daraus sind allerdings nicht immer gut, wie auch der Rockstar Games-Mitgründer Dan Houser findet.

Dan Houser: Zwei Richtungen für die Spiele-Branche

Houser hat zusammen mit seinem Bruder Sam und einigen weiteren im Jahr 1998 Rockstar Games gegründet. In der Folge war er als Produzent und Drehbuchautor unter anderem an nahezu allen GTA-Titeln beteiligt und prägte so auch das US-amerikanische Setting der Spielereihe. 2020 verließ er Rockstar nach einer längeren Pause, an GTA 6 ist und war er also nicht direkt beteiligt.

Kürzlich war Houser Gast beim "Sunday Brunch" von Channel 4 und hat dabei über seine Sicht auf die Spiele-Branche gesprochen. Er sieht demnach zwei Richtungen, in die sich diese entwickeln kann. Er sagt:

Es kann - wie alles andere auch - entweder in eine wirklich interessante Richtung gehen oder in eine Richtung, in der es nur noch darum geht, Geld zu verdienen. Ich denke, bei jeder kommerziellen Kunstform besteht immer die Gefahr, dass man sich vom Geld ablenken lässt, aber es gibt immer noch eine große kreative Szene, die solche lebendigen narrativen Erlebnisse schafft.

Viele Beobachter und Spieler würden wohl einwenden, dass diese beiden Richtungen schon jetzt klar existieren. Auf der einen Seite erscheinen jedes Jahr Spiele wie Hades 2, Hollow Knight: Silksong oder Clair Obscur: Expedition 33, die zeigen, wie viel kreatives Potenzial in dem Medium steckt. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Titel, die eher an eine bunte Fassade für ein Kaufhaus oder ein Casino erinnern.

Houser lässt sich daher auch nicht hinreißen, eine Prognose darüber zu treffen, welche Richtung es am Ende sein wird. Er denkt demnach, dass am Ende beide Richtungen gewinnen werden. Es wird also weiterhin rein auf den Profit ausgerichtete Spiele geben aber auch solche, in denen die kreative Vision und der Spielspaß im Vordergrund stehen.

Quelle: GamesRadar+

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