Sony Santa Monica: Neues Projekt eingestellt, trotz Investition von 25 Millionen Dollar

News David Fabricius
Sony Santa Monica: Neues Projekt eingestellt, trotz Investition von 25 Millionen Dollar
Quelle: PCGH

Shuhei Yoshida spricht überraschend offen über eingestellte PlayStation-Projekte. Es geht unter anderem um eine brandneue IP vom God-of-War-Studio Santa Monica, die trotz hoher Kosten gestrichen wurde.

In den vergangenen Monaten tauchten immer mehr Hinweise zu gecancelten Spielen auf. Nun lieferte Shuhei Yoshida, Leiter der Indie-Initiativen bei PlayStation und früherer Präsident der Worldwide Studios, neue Einblicke. In einem Podcast-Interview verriet er, dass gleich zwei größere Projekte eingestellt wurden. Jedes Projekt enthielt rund 25 Millionen US-Dollar Kosten. Besonders hart trifft Fans die Bestätigung, dass einer dieser Projektabbrüche ein völlig neues Spiel von Santa Monica Studio, den Machern von God of War, betraf.

Eine neue IP mit starkem Konzept

Laut Yoshida handelte es sich bei dem Projekt nicht um ein weiteres God-of-War-Spiel, sondern um eine komplett neue Marke. Das Team habe über viele Jahre daran gearbeitet und ein "wirklich erstaunliches Konzept" entwickelt. Selbst spannende Gameplay-Ideen waren vorhanden.
Doch je weiter die Entwicklung voranschritt, desto klarer wurde, dass sich das Gameplay nicht zu einem funktionierenden Ganzen zusammenfügt.

Trotz jahrelanger Unterstützung und rund 25 Millionen Dollar Investition kam das Team schließlich selbst zu Yoshida und erklärte: "Wir müssen aufhören." Er erinnert sich nicht an alle Einzelheiten, doch das Grundproblem sei eindeutig gewesen. Das Team konnte den Kern des Spiels nie wirklich finden.

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Warum teure Projektabbrüche heute keine Seltenheit mehr sind

Yoshida sprach anschließend über den typischen Ablauf bei neuen Projekten: Idee, Prototyp, frühe Tests, und erst dann die volle Produktion. Viele Spiele werden in dieser frühen Phase gestrichen, was vergleichsweise wenig kostet. Schwierig wird es, wenn Projekte wie die neue Santa-Monica-IP lange vorankommen und bereits zweistellige Millionensummen verschlingen. Dann sei ein Abbruch zwar bitter, aber manchmal unvermeidbar.

Yoshida betont jedoch, dass selbst ein 25-Millionen-Dollar-Stopp heute nichts Besonderes mehr sei. Es gebe noch weit größere Projektabbrüche. Zudem sei es emotional belastend für Teams, an einer Idee festzuhalten, die sich nicht "fängt". Entwickler können müde oder ausgebrannt werden, während das Risiko weiter steigt. Deshalb versucht Yoshida, klarzumachen, dass man sich nicht an einem toten Projekt klammern sollte. Nach seiner Ansicht ist es manchmal besser, etwas Neues und Frisches zu beginnen. Wie steht ihr zu diesem Trend? Es ist doch Wahnsinn, wie viel Geld teilweise für nichts flöten geht?

Quelle: insider-gaming

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