skate

Test

Nie war es schöner im Wohnzimmer zu Skaten. EA erhebt das virtuelle Skaten auf ein bis dato unbekanntes Level!

SPOTS IM ÜBERFLUSS Beim ziellosen Herumskaten stolpert man über massenweise coole Gaps. SPOTS IM ÜBERFLUSS Beim ziellosen Herumskaten stolpert man über massenweise coole Gaps. Activisions Tony-Hawk's-Serie hatte im Skateboarding-Genre bisher ganz eindeutig die Monopol-Stellung. Mit skate kommt von Electronic Arts ein Mitbewerber ins Spiel, der dem Rollbrett-Altmeister ordentlich das Wasser abgraben will. Viele Menschen stellen sich da dann natürlich die Frage: ist skate nun besser oder schlechter als Tony Hawk's Project 8 oder die kommende Episode Proving Grounds? Die Antwort lautet: weder noch! Es ist grundlegend anders.

EIN VÖLLIG NEUER ANSATZ
Alleine schon die Ausgangssituation ist bei skate etwas ganz Besonderes. Nach dem richtig stylischen Intro und dem anschließenden Zusammenschustern Ihres Skaters, geht's los. Soweit nichts Neues. Allerdings kann Ihr Skater von vorne herein alle Tricks und auch direkt vom Start weg in jeden der vier Stadtteile der fiktiven Stadt San Vanelona cruisen, herum tricksen und nach coolen Stellen zum Skaten Ausschau halten. Hm, schon komisch, worin liegt denn dann der Reiz von skate werden Sie sich jetzt fragen! Es geht vielmehr darum, dass SIE Ihre eigenen Fähigkeiten am Sixaxis-Controller verbessern. Auf der einen Seite ist dieser Ansatz eine willkommene Abwechslung und Parallele zum realen Skaten, auf der anderen Seite erfordert dieses System auch durch die lange Einarbeitungszeit eine Menge Durchhaltevermögen. Mit dem rechten Analogstick führen Sie ausschließlich Flip-Tricks aus. Dabei simuliert die Stick-Bewegung zum einen die Stellung der Füße auf dem Board und zum anderen das anschließende Ziehen des Fußes. Bewegt man etwa den Stick nach unten, geht der Skater in die Hocke und holt Schwung. Bewegt man den Stick anschließend nach rechts oben, passiert das im Spiel auch mit dem rechten Fuß des Skaters und er führt einen Kickflip aus. Auf diese Art lassen sich unterschiedliche Fliptricks ausführen, deren Authentizität vor allem Skater zu schätzen wissen dürften. Grab-Tricks werden mit den L2- und R2-Schultertasten, entsprechend für die linke und rechte Hand, und in Kombination mit dem rechten Analogstick ausgeführt. Für einen Grind, müssen Sie, wie es in der Realität auch der Fall wäre, den korrekten Anfahrtswinkel und die passende Geschwindigkeit erwischen und dann mit dem rechten Analogstick das Board ausrichten. Hat man das völlig neuartige Tricksystem allerdings erst einmal verinnerlicht, ist man auf fette Trickkombos besonders stolz. Sie können von besonders gelungenen Aktionen sogar ein Replay erstellen und auf der Festplatte speichern oder direkt ins "EA Nation"-Netzwerk hochladen, wo es dann auch anderen PS3-Skatern zum Anschauen und Download zur Verfügung steht. Prinzipiell ist das ein cooles Feature und passt bei einem Skate-Spiel wie die Faust aufs Auge, allerdings bleibt der Replay-Editor von skate doch hinter seinen Möglichkeiten - gerade im Vergleich zu Tony Hawk's Proving Ground. Sie können innerhalb des Clips mehrere Fußnoten setzen und an diesen dann eine aus mageren fünf Kameraperspektiven, mehreren Farbfiltern und Abspielgeschwindigkeiten wählen, um den ausgeführten Trick ins spektakulärste Licht zu rücken. Leider konnten wir das Community-Feature, ebenso wie den Online-Multiplayer, nicht näher unter die Lupe nehmen, da die Online-Aktivität zum Testzeitpunkt noch nicht gegeben war.

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