Am Ende jedes Levels wartet ein Boss-Gegner mit schwer zu treffendem Schwachpunkt.
Das da lautet: Ein vorgegebenes Ergebnis mit minimalem Mitteleinsatz erreichen. Das vorgegebene Ergebnis ist ein Spiel, das gegenüber dem Vorgänger ein Mindestmaß an Veränderungen enthält und qualitativ nicht schlechter ist. Dieses Vorhaben ist durchaus gelungen. Auch im dritten Teil des Sniper-Shooters zielt man auf winzige Pixel und vergrößert diese auf Knopfdruck im Zielfernrohr. Festgelegte Kamerafahrten bestimmen den Weg und die ersten Paar Minuten macht das auch durchaus Spaß. Eine abgedroschene Story wird in Zwischensequenzen vorangetrieben, vorrangig bleibt aber das schnelle Anvisieren von Gegnern und Abdrücken des Abzugs. Zwei Spielmodi stehen zur Auswahl, wobei der "EX-Modus" aus der Spielhalle stammt und "Silent Scope III" explizit für die PS2 gestaltet wurde. Die Arcade-Herkunft springt dem Spieler auf jedem zweiten Bildschirm ins Auge. Die Optionen sind spärlich, die Aufmachung und Präsentation karg und unauffällig.
LAHME OPTIK
Auch die Vorgänger protzten nicht gerade mir verschwenderisch gestalteten Umgebungen, aber so langsam ist der Lack wirklich ab. Triste Texturen auf tausendfach gesehenen Einsatzorten. Ein Hafen, eine Ölplattform, auch mal vom fahrenden Boot aus, doch alles wirkt wie aus der Retorte und etwas lieblos. Für Fans der Serie oder bekennende Video-Scharfschützen sicher kein Beinbruch, aber auch denen dürfte der brutale Zeitvertreib früher oder später zu langweilig werden.
