Hier nimmt sich ein Apache-Helikopter einen Vulcan-Panzer vor. Klare Vorteile für den Heli.
Mit Shattered Union liefert PopTop Software ein Strategiespiel der alten Schule ab. So finden die Schlachten rundenbasiert statt und nicht wie bei anderen aktuellen Spielen des Genres in Echtzeit. Man muss seine Einheiten Runde für Runde taktisch klug über die Hexfelder (jedes Spielfeld ist in mehrere tausend kleine sechseckige Felder aufgeteilt) navigieren und optimal in Stellung bringen.
Wird eine feindliche Stellung oder ein gegnerisches Fahrzeug angegriffen, läuft das immer so ab: Zuerst attackiert die angreifende Einheit, anschließend schlägt die verteidigende zurück. Wer das kurze Gefecht überlebt, das hängt von verschiedenen Werten wie z. B. der jeweiligen Panzerung oder der Bewaffnung ab.
Ziemlich lange Einarbeitungszeit
Die Umgebung hat kaum Einfluss auf die Schlachten. Ob man auf dem Land oder in der Stadt kämpft, ist egal.
Um bei Shattered Union Erfolg zu haben, muss der Spieler genau wissen, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Einheiten liegen. Greift man etwa mit einer mobilen Infanterietruppe einen schweren Panzer an, kann man sich sicher sein, dass die Soldaten das Aufeinandertreffen nicht überleben werden, während der dicke Tank kaum mehr als ein paar Kratzer abbekommt.
Wie bei so einem Spiel nicht anders zu erwarten, dauert es äußerst lange, bis der Spieler mit allen Einheiten und Optionen vertraut ist und erste Erfolge bei den Schlachten feiern kann. Nicht ganz unschuldig daran ist die umständliche Steuerung. Während es am Spielprinzip eigentlich nichts auszusetzen gibt, stört die Technik des Spiels: Sowohl die Umgebung als auch die Einheiten sehen viel zu grob aus und besitzen zu wenige Details. Die immer gleichen Gefechtsszenen langweilen zudem bereits nach kurzer Zeit.
