Serious Sam: Next Encounter

Test

Diese Typen haben das Fitnessstudio eindeutig falsch genutzt. Diese Typen haben das Fitnessstudio eindeutig falsch genutzt. Ballern, ballern und nochmals ballern - so lässt sich Serious Sam am treffendsten beschreiben. Auf dem PC hat Serious Sam bereits zwei Auftritte hinter sich und ist vielen Spielern schon ein Begriff. Konsoleros hatten bis jetzt nur auf der Xbox die Chance, Hunderte von außerirdischen Finsterlingen das Fürchten zu lehren. Mit Serious Sam: The Next Encounter liefert Rockstar Games auch GameCube-Spielern neues Action-Futter.

Story? Welche Story?
Die Geschichte ist - wie bei allen anderen Serious Sam-Teilen - vollkommen nebensächlich und kann in einem Satz beschrieben werden: Sam reist durch die Zeit und erledigt Aliens, die an die Macht wollen. Punkt. Nicht mehr und nicht weniger. Die Story nimmt sich genauso wenig ernst wie der Rest des Spiels. Schon im ersten Level fällt das extrem comicartige Design auf, das durch die total abgedrehten Gegner und die Punkteeinblendung über jedem erledigten Widersacher nochmals betont wird. Wenn man es zudem schafft, mehrere Gegner nacheinander zu erledigen, gerät Sam so richtig in Rage und ruft zur Super-Combo "Tötungs-Orgie" auf, die es ihm ermöglicht, sich kurze Zeit sehr schnell zu bewegen. Am Ende jedes Levels werden die Zeit, die Anzahl der Abschüsse - die übrigens meist weit über 100 liegt - und die Zahl entdeckter Geheimnisse bewertet. Eine Medaille gibt es darüber hinaus auch. Je schneller man durch die Levels kommt und je mehr Kills erzielt werden, desto besser schneidet man ab. Und das gilt für das gesamte Spiel. Moment! War da nicht noch etwas. Hm, mal nachdenken ... Nö, das Spiel besteht wirklich nur aus ballern, ballern und ballern. Auf dem Weg durch die Levels kommen einem Dutzende von Gegnern vor das Visier einer doppelläufigen Schrotflinte, eines XPLM4000-Raketenwerfers oder einer XM-4000-Minigun. Insgesamt stehen dem Spieler zwölf Waffensysteme zur Verfügung. Und über jede neu hinzugekommene freut sich Sam wie ein kleines Kind und macht dies durch einen witzigen Spruch deutlich. Nachdem man alle Feinde in einem Abschnitt beseitigt hat, erscheint entweder ein nützliches Item, das als Lohn für die Mühe eingesammelt werden kann, oder es wird ein neuer Weg zugänglich. Und kaum denkt man, es kehre endlich etwas Ruhe ein, kommen wieder Dutzende von Gegnern auf einen zu. So in etwa sieht jeder der knapp 40 Levels der Einzelspieler-Variante aus. Hört sich langweilig an? Wird es nach den ersten zehn bis zwölf Levels auch. Mit einem Kumpel kann man sich kooperativ durch das gesamte Spiel ballern, was aber nur bedingt motiviert. Die anderen drei Mehrspieler-Modi - Deathmatch, Behalte die Flagge und Gib die Bombe ab - sind ebenfalls nur für eine kleine Runde zwischendurch zu gebrauchen.

Solide Technik
In technischer Hinsicht ist Serious Sam ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bekommt man - zumindest im Einzelspieler-Modus - butterweiche 50 Bilder pro Sekunde, hochauflösende Texturen, nette grafische Effekte wie Druckwellen und riesige Levels zu Gesicht. Auf der anderen Seite mangelt es den Umgebungen an architektonischer Finesse, was sich vor allem in der kantigen Gestaltung niederschlägt. Auch die Gegner wurden mit einem Mindestmaß an Polygonen erstellt. Dennoch bietet Serious Sam spaßigen Ego-Shooter-Stoff für zwischendurch, der durch Action am laufenden Band und total abgedrehte Gegner für kurze Zeit unterhält. Bei dem günstigen Preis sollte man mal einen Blick riskieren.

Bildergalerie

Wertung zu Serious Sam: Next Encounter (GC)

Wertung:

72 /10

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