Kurzzeitig können uns die Feindattacken nichts ausmachen.
Anno 2350 sind die Verhältnisse der Spielwelt von SeaBlade recht schlicht gestrickt. Nach einer Naturkatastrophe liegen große Teile der Erde unter Wasser, Probleme, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, gibt es aber nicht: Im Norden herrschen Tyrannen, im Süden ist eine friedliebende Regierung gebildet worden. Sie nehmen im Spiel der EverQuest-Macher VisionScape die Rolle von Pilot David Pierce ein, der als Kämpfer der Nordzone in die entmilitarisierte Zone marschiert und mit den Guten verbündete Rebellen angreift. Künftig starten Sie von Bord der Argosy, einer Art Flugzeugträger, in Missionen, die immer drei Muster haben: Entweder müssen Sie bestimmte Ziele zerstören, das Gelände erkunden oder aber Sie sind auf Rettungsmission. Denn die SeaBlades Ihrer Truppe sind tauchfähige Fluggeräte, die auch Passagiere aufnehmen können. Meistens sind dies Wissenschaftler, die in einem Areal erst ausfindig gemacht, dann befreit und schließlich auf der Argosy abgesetzt werden.
Feinde voraus
Im Weg stehen neben Schutzschilden allerdings von Anfang an Gegner, die Sie ausdauernd aufs Korn nehmen. Ohne überhaupt mit der Steuerung vertraut zu sein, hat dies mitunter Ihren Bildschirmtod zur Folge. Je nachdem, welches der insgesamt fünf Schiffe Sie steuern, dauert das unterschiedlich lange. Schwerer gepanzerte Exemplare halten mehr aus, fliegen aber auch langsamer. Welches Sie nehmen dürfen, hängt von Ihrem Erfolg ab. Erfüllte Missionsziele und abgeschossene Gegner bringen Bares, das Sie zum Schiffwechsel befähigt. Dieser ist auch nötig, da harte Zwischengegner auf Sie warten. In den Spielabschnitten verteilte Bonussymbole sind dem Spieler hilfreich, indem sie beispielsweise seine Waffen aufwerten oder neue ermöglichen. Letzteres kann im Eifer des Gefechts jedoch auch nach hinten losgehen. Wechseln Sie etwa aus Versehen von einer dreifachen Gatling auf eine einfache Rakete,
so können Sie das nicht mehr rückgängig machen.
Fehler im Spieldesign
SeaBlade weist aber noch andere Schwachpunkte auf. Zum einen wäre da der Schwierigkeitsgrad, der den noch unerfahrenen Spieler gleich zu Anfang fordert. Weiter zeigt ein Pfeil in Ihrem Display den nächsten Feind an, Geschütze sind davon aber ausgenommen. So schauen Sie sich mitunter verdutzt um, von woher gerade die Schüsse gekommen sind. Grafisch ist SeaBlade zwar über Durchschnitt, kann es aber längst nicht mit Action-Referenzen wie Yager aufnehmen. Soundtechnisch sieht es da schon besser aus. Was bleibt, ist ein solider Action-Flieger, der einen Preis von fast 60 Euro nicht ganz rechtfertigt.
