Scribblenauts Showdown: Mehrspieler-Gaudi im Test
Test
Die Scribblenauten landen auf Switch, Playstation 4 und Xbox One und haben ein Spiel mit starkem Fokus auf Multiplayer-Gaudi im Gepäck. Solltet ihr dem eine Chance geben? Das und noch mehr zum brandneuen Kreativspiel verraten wir euch in unserem Test!
Während viele Switch-Besitzer derzeit noch auf die Ankündigung eines neuen Mario-Party-Ablegers für die Hybrid-Konsole warten, schickt sich Scribblenauts Showdown (jetzt kaufen 12,88 € ) an, diese Lücke zu füllen. Im neusten Ableger der beliebten Wortspiel-Reihe stürzt ihr euch nämlich vornehmlich ins wilde Mehrspieler-Minispiel-Getümmel. Doch keine Sorge: Auch ein Sandbox-Modus mit kreativer Freiheit ist mit von der Partie. Wir haben die Switch-Version von Scribblenauts Showdown getestet. Die Versionen für Playstation 4 und Xbox One sind inhaltlich identisch mit der Switch-Version.
Auf in den "Showdown!"
Quelle: N-ZONE
Bei „Raketenschutt“ sammelt ihr schwere Gegenstände und werft sie in ein schwarzes Loch.
Zunächst jedoch zum zentralen Inhalt von Scribblenauts Showdown, dem Modus namens "Showdown!". Diesen bestreitet ihr zwar wahlweise im Singleplayer mit einem vom Computer gesteuerten Kontrahenten, richtig viel Spaß kommt aber erst mit menschlichen Mitstreitern im Multiplayer für maximal vier Personen auf. Vor dem Spielstart wählt ihr neben der Zahl der Mitstreiter die Schwierigkeit von CPU-Gegnern und die Länge der Partie (ungefähr 15, 30 oder 45 Minuten) aus, dann erwartet euch auch schon ein kurzes Einführungsvideo, das euch die grundlegenden Regeln sowie die Steuerung näher bringt. Diese kurzen Tutorial-Videos seht ihr übrigens vor jedem Spielstart (in jedem Modus), vor jedem Minispiel und so weiter, kurzum: der Spieleinstieg wird euch als Neuling denkbar leicht gemacht. Aber keine Sorge: Die Videos lassen sich mit einem Knopfdruck binnen einer Sekunden überspringen.
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Im Spiel-zentralen „Showdown!“-Modus müsst ihr mit Hilfe gewonnener Minispiele als erster ein Comic-artiges Spielfeld durchqueren, um zu gewinnen.
Zu Beginn einer Partie "Showdown!" erhält jeder Spieler einen Satz Spielkarten. Diese lassen euch beispielsweise eine bestimmte Zahl an Schritten auf dem virtuellen Spielfeld voranschreiten, dessen komplette Durchquerung das Ziel ist. Bei manchen Karten wirkt der Effekt sofort, bei den meisten wird aber zunächst ein Minispiel gestartet. Wer das Spiel gewinnt, zieht dann die angegebene Zahl Schritte auf dem Spielfeld nach vorne. Handelt es sich um eine Karte, die den Spieler zurückschickt, ist der Verlierer des Minispiels betroffen. Vor den Minispielen müsst ihr in der Regel ein Wort aus einer bestimmten Kategorie oder mit einem vorgegebenen Anfangsbuchstaben schreiben, das dann im folgenden Spiel zu einem Gegenstand wird (oder euch Bonuspunkte gibt). Ein einfaches Beispiel: Müsst ihr in einem Minispiel herabfallende Gegenstände balancieren und wird als Kategorie "Küche" vorgegeben, dann tut ihr euch deutlich leichter, wenn ihr vor dem Start des Minispiels "Spülmaschine" tippt statt "Stuhl", da sich eine Würfel-förmige Spülmaschine leichter stapeln lässt. So habt ihr direkten Einfluss auf die Minispiele.
Duelle zu zweit
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Im Sandbox-Modus, den ihr allein zu zweit bestreitet, könnt ihr durch Eingabe von Adjektiven und Objekten allerlei Schabernack treiben und Rätsel lösen.
Die Zahl der Minispiele ist mit rund 25 Stück okay, dürfte aber gerne größer sein, denn nach ein paar Runden kommt bei regelmäßigen Spielern zu viel Gewohnheit auf. Nervig ist, dass immer nur zwei Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten, was dazu führt, dass bei vier Spielern der Zufall entscheidet, wer dran kommt. Dadurch müssen zwei Spieler immer warten und zusehen. Immerhin: Die meisten Minispiele sind schnell vorbei und die Wartezeit ist somit nicht allzu lang. Im zweiten Modus des Spiels namens "Duell" könnt ihr deswegen von vornherein nur zu zweit ran, denn hier wird das Spielfeld aus dem "Showdown!"-Modus einfach weggelassen, dafür duelliert ihr euch ausschließlich in den Minispielen. Dabei habt ihr die Möglichkeit, euch auf die "normalen" Minispiele oder die rasanten Minispiele zu beschränken beziehungsweise auf eine Mischung aus beiden oder eine freie Auswahl zu setzen. Unabhängig des gewählten Modus ist die Eingabe der Wörter über eine Kombination aus Analog-Stick und Buttons zwar klug gelöst, um eine Steuerung mit verschiedenen Controllern gleichermaßen zu gewährleisten, nichtsdestotrotz ist diese Mechanik recht träge und umständlich. Hier wäre eine optionale Touchscreen-Unterstützung nett gewesen, um zumindest im Handheld- und Tisch-Modus Abhilfe zu schaffen. Etwas nervig ist außerdem, dass die Minispiele aus der "Rasant"-Kategorie nur mit entfernten Joy-Con funktionieren und somit im Tablet-Modus nicht spielbar sind. Auch der Zwang zur Bewegungssteuerung erschien uns in manchen Minispielen zumindest fragwürdig.
Quelle: N-ZONE
Die Texteingabe erfolgt über eine Kombination aus Analog-Stick und Buttons. Das funktioniert okay, aber nicht toll.
Kreativität im Sandbox-Modus
Steht euch der Sinn weniger nach Minispiel-Gaudi und mehr nach einem offenen Abenteuer mit kreativer Freiheit, bietet Scribblenauts Showdown den Sandbox-Modus. Auch hier dürft ihr alleine oder mit einem weiteren menschlichen Mitspieler ran und habt die Wahl aus acht verschiedenen Levels, beispielsweise einem großen Schiff oder einem gruseligen Spuk-Park. Ihr agiert mittels Adjektiven und Objekten mit der Spielwelt und den darin befindlichen Figuren und helft Letzteren so bei ihren Problemen und Wünschen, was mit den sogenannten "Starites" belohnt wird, die ihr wiederum in "Mein Scribblenaut" beim Bau neuer Scribblenauten oder für neue Levels im Sandbox-Modus ausgeben könnt. Im Sandbox-Modus habt ihr jede Menge Freiheit und kein konkretes Spielziel, was vor allem zu zweit zum großen Spaß werden kann, wenn ihr euch beispielsweise mittels Adjektiv gigantisch werden lasst, mit einem Jetpack durch die Luft fliegt und mit einer Panzerfaust ordentlich Chaos anrichtet. Ihr seht: die Möglichkeiten sind vielfältig und spaßig.
Toller Multiplayer-Spaß
Scribblenauts Showdown bietet vielseitigen Mehrspieler-Spaß, kann aber auch für Einzelgänger einiges bieten, vor allem im Sandbox-Modus, der besonders mit kreativer Freiheit glänzt. Zwar ist die Steuerung verbesserungswürdig und die Zahl der Minispiele etwas klein, das wird aber durch tolle Musik und eine wunderschöne Comic-Grafik zu einem guten Teil wieder wettgemacht. Wer auf Mario Party, Partyspiele oder allgemein Multiplayer-Action steht, wird seinen Spaß haben.
