Scorn im Test: Ein Albtraum aus Fleisch und Metall
Test 9,49 €
Daran hätte selbst H.R. Giger seine Freude: Scorn präsentiert sich als durchgestyltes, unglaublich morbides Horror-Abenteuer, dem Begriffe wie Sinn und Moral völlig schnuppe sind. Das Design ist eine Wucht, die Atmosphäre zum Schneiden dicht. Doch macht es auch Spaß? Und ist es nun mehr Shooter oder Adventure? Wir haben Scorn für euch durchgespielt.
Im späteren Spielverlauf erhaltet ihr noch eine Pistole und eine Shotgun, mit denen ihr auf Distanz bleiben und auch die dickeren Gegner mühelos besiegen könnt. Das ist zwar praktisch, allerdings ist euer Munitionsvorrat sehr begrenzt. Nachschub gibt es nur an seltenen Stationen, darum solltet ihr euch die Kugeln gut einteilen und für schwierigere Situationen aufsparen. Übrigens: In älteren Gameplay-Videos haben die Entwickler auch einen Granatwerfer präsentiert. Den findet ihr zwar immer noch im Spiel, allerdings nicht mehr in seiner ursprünglichen Funktion. Und mehr wird dazu nicht verraten!
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Eure Spielfigur hält nur sehr wenige Treffer aus und automatische Heilung gibt es auch nicht. Stattdessen erhaltet ihr ein fleischiges... Etwas, das als eine Art Verbandskasten dient und mit dem ihr euch unterwegs ein paar Lebenspunkte einspritzen könnt. Auch dieses zappelnde Heilpaket lässt sich an speziellen Stationen aufladen, doch die sind - genau wie Munition - sehr sparsam verteilt. Spielt also lieber vorsichtig, blickt euch um, wenn ihr einen Raum betretet und vermeidet größere Kämpfe - denn die Checkpoints liegen leider etwas zu weit auseinander. Wenn ihr sterbt, müsst ihr da oft mehrere Minuten wiederholen. Allein deshalb hätten wir mehrere Schwierigkeitsgrade begrüßt, damit auch Action-Muffel in den Genuss der dichten Atmosphäre kommen. Doch da lässt uns Scorn leider keine Wahl, es gibt nur einen Schwierigkeitsgrad.
Mehr Stil als Substanz?
Es kam, wie es kommen musste: Scorn ist auf äußerst geteiltes Feedback gestoßen, von "Schrott!" bis "Kunstwerk!" ist da alles dabei. (Hier haben wir die verschiedenen Meinungen für euch aufbereitet.) Doch kontrovers oder nicht, Scorn hat seine Fans bereits gefunden: Es ist ein Spiel, das sich als Erfahrung versteht, ihm geht Atmosphäre über alles. Das muss man nicht mögen, doch Anerkennung hat es verdient.
Nur beim Preis haben sich die Entwickler klar verhoben: 40 Euro für ein Spiel, das man in rund 6 Stunden beenden kann und das auch keinerlei Wiederspielwert bietet, sind aus unserer Sicht einfach zu viel. Dafür ist Scorn aber auch gleich ab Release im Game Pass enthalten. Wer den Abo-Service von Microsoft nutzt, kann das Teil also problemlos in zwei, drei Sitzungen durchspielen. Die PC-Fassung gibt's auch über Steam oder GOG.
Meinung
Scorn ist für ab dem 14. Oktober 2022 für PC und Xbox Series X verfügbar. Andere Plattformen sind nicht angekündigt. Zum Test lag uns allerdings nur die PC-Fassung vor, da die Entwickler noch letzte Optimierungen an der Xbox-Version umsetzen wollten. Unsere Eindrücke zur Xbox-Version mitsamt passender Wertung werden wir hier in Kürze nachreichen. Update: Mittlerweile konnten wir das Spiel auch einige Stunden auf der Xbox Series S ausprobieren. Keine Probleme. Das Spiel läuft mit flüssigen 60 fps bei 1080p, grafisch wurden gegenüber dem PC scheinbar keine Abstriche gemacht. Auf Xbox Series X werden auch höhere Auflösungen erreicht.
