Scorn im Test: Ein Albtraum aus Fleisch und Metall

Test Felix Schütz 9,49 €
Scorn im Test: Ein Albtraum aus Fleisch und Metall
Quelle: PC Games

Daran hätte selbst H.R. Giger seine Freude: Scorn präsentiert sich als durchgestyltes, unglaublich morbides Horror-Abenteuer, dem Begriffe wie Sinn und Moral völlig schnuppe sind. Das Design ist eine Wucht, die Atmosphäre zum Schneiden dicht. Doch macht es auch Spaß? Und ist es nun mehr Shooter oder Adventure? Wir haben Scorn für euch durchgespielt.

Springen oder klettern ist nicht möglich, das wäre in der Umgebung aber wohl auch kaum sinnvoll umsetzbar. Stattdessen müsst ihr immer wieder mit bizarren Geräten interagieren, von denen anfangs kein Mensch weiß, was sie eigentlich machen. Und ihr müsst verschlossene Türen öffnen, dazu findet ihr unterwegs eine Art Zentralschlüssel, den ihr danach mehrmals aufwerten könnt. Mit all seinen monströsen Maschinen und düsteren Labyrinthen wirkt Scorn anfangs noch ziemlich verwirrend, um nicht zu sagen: einschüchternd. Lasst euch davon aber nicht abschrecken! Letzten Endes ist das Spiel nämlich recht simpel gestrickt, pro Kapitel gibt es nur wenig zu tun und die Levels fallen auch nie so groß aus, dass man sich wirklich lange darin verirren kann.

Hin und wieder erwarten euch aber kleine Rätseleinlagen, für die ihr mit verschiedenen Apparaten interagieren müsst. Auch diese Aufgaben werden euch nicht erklärt, aber mit ein bisschen Rumprobieren sollte man schnell auf die Lösung kommen. Trotzdem eine kleine Warnung an alle Rätselhasser: Wer Puzzles absolut nicht ausstehen kann, muss sich wohl oder übel durchbeißen - ihr könnt sie nämlich nicht überspringen und eine eingebaute Hilfe gibt es auch nicht.

Scorn ist kein Shooter

Schon seit der Ankündigung war klar, dass Scorn auch Action-Elemente enthält, weshalb es häufig in die Shooter-Schublade gesteckt wurde. Trotzdem: Ein vollwertiges Actionspiel ist es nicht. Die Gegner setzen euch zwar unter Druck, sind meistens aber nur dazu da, um euch das Gefühl von Bedrohung zu geben und für Spannung zu sorgen. Die unförmigen Viecher watscheln ohne Vorwarnung die Gänge entlang, fallen von der Decke oder quetschen sich aus irgendeiner Wand heraus - solche Momente sind zwar geskriptet, sorgt aber trotzdem für den gewünschten Effekt: Scorn ist kein Spiel, in dem man sich entspannen kann. Oder will.

Scorn im Test  Quelle: PC Games Scorn im Test 

Es gibt insgesamt nur vier normale Gegnertypen, plus ein besonderes Exemplar, das wir euch aber nicht spoilern wollen. Manche Viecher können auf Distanz angreifen, ihr müsst darum in erster Linie den Geschossen ausweichen und dann im richtigen Moment zuschlagen. Schon früh erhaltet ihr dazu eine Nahkampfwaffe, mit der ihr kleinere Feinde problemlos erledigt. Allerdings könnt ihr damit immer nur zwei Treffer nacheinander landen, danach ist ein kurzer Cooldown angesagt. Bei einem Gegner ist das noch kein Problem, bei zwei wird's aber auch mal ungemütlich. Deshalb ein kleiner Tipp, falls euch ein Kampf mal zu viel wird oder wenn ihr einen Gegner aus der Ferne erspäht: Nicht gleich angreifen, sondern einfach mal abwarten - oder die Flucht antreten! Hin und wieder verziehen sich die Biester nämlich einfach von selbst.

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