Saints Row in der Vorschau: Psychopathen zum Liebhaben? - Seite 2
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Wir durften uns einen Eindruck vom Gameplay des Saints-Row-Reboots verschaffen und verraten euch, welche Neuerungen Entwickler Volition im Gepäck hat.
Dann wurde eine Mission aus der Hauptstory gezeigt, in der unser Lieutenant Kevin von einer rivalisierenden Bande, den Idols, entführt wurde. Es liegt also am Boss, den Angestellten aus der Bredouille zu holen. Nach einer Barprügelei mit einigen Mitfliedern der Gang fährt der Chef höchstpersönlich zum Lager der Kidnapper, um seinen Freund zu befreien. Die Mission läuft extrem linear ab, bietet aber dafür ordentlich Abwechslung im Gameplay. Erst wird mit den Fäusten gekämpft, dann mit dem Auto gefahren, anschließend wird ein Lager in Schutt und Asche gelegt, eine Bombe entschärft und schließlich mit dem Gleitschirm in die Stadt geflogen, um einen Gegenschlag auszuführen. Ebenfalls großartig: Sämtliche Missionen sollen wie schon in den vergangenen Saints-Spielen im Koop-Modus zu zweit erlebt werden können.
We need to care about Kevin
Das Team von Volition betont, dass die Beziehungen zwischen den Hauptfiguren bei der Entwicklung besonders wichtig waren. Die neuen Saints sind von Anfang an nicht nur eine Zweckgemeinschaft, sondern innige Freunde. Kevins Rettung ist also auch eine persönliche Mission und nicht nur "Business as usual".
In diesem Artikel
Quelle: Kochmedia
Die Gang der Saints besteht anfangs nur aus vier Personen. Weitere Bandenmitglieder wurden bisher noch nicht gezeigt.
Wo der Boss aus Saints Row 2 einen verwundeten Kollegen einfach über den Haufen geschossen hätte, als wäre er ein lahmendes Pferd, würde dieser neue Boss auf jeden Fall den Weg ins Krankenhaus auf sich nehmen. Das Vertrauen und die Freundschaft zwischen den Charakteren wird auch in den Dialogen immer wieder erwähnt.
Zwar haben wir noch nicht viel von der Story gesehen, bisher wurden wir mit deren Ausrichtung aber noch nicht warm. Im Gegensatz zur Spielfigur fanden wir die neuen Mitglieder der Saints in den Zwischensequenzen unerträglich. Was cool, edgy und modern sein soll, wirkt wie ein verzweifelter Versuch, sich an einem imaginären, hippen Publikum anzubiedern.
Die Figuren in der Saints-Row-Reihe waren noch nie besonders glaubwürdig, Eli, Neenah und Kevin sind dann aber so weit entfernt von normalem zwischenmenschlichem Verhalten, dass man glauben könnte, sie wären demselben Meeting entsprungen wie Poochie in den Simpsons.
Konstant nerven unsere Begleiter mit schnippischen Sprüchen und komplett unnatürlich klingenden Intonationen der Wörter "fuck", "shit" und "motherfucker". Das wäre kein so großes Problem, wenn das Spiel nicht anscheinend ständig insistieren würde, dass wir diese Charaktere von ganzem Herzen lieben sollen.
Meinung
Es bleibt zu hoffen, dass hier der Schein trügt. Davon abgesehen sieht das Gezeigte nämlich fantastisch aus. Die Spielwelt bietet offensichtlich haufenweise Abwechslung, Fahrzeuge und Waffen machen einen einzigartigen und schön verrückten Eindruck und bei den Anpassungsmöglichkeiten könnte Volition mit Saints Row einen neuen Standard setzen. Wir geben also die Hoffnung nicht auf, dass uns hier ein echter Hit erwarten könnte. Saints Row erscheint voraussichtlich am 23. August 2022 für PC, Xbox One, Xboy Series X|S, PS4 und PS5.
