Dieser Super-Über-Trick heißt mit Recht Guillotine.
Electronic Arts setzt mit einer konsequenten Beharrlichkeit seine Serien Jahr für Jahr fort. Da macht auch SSX natürlich keine Ausnahme. In der neuesten Version des Schneegestöber-Spaßes haben sich die Entwickler mächtig ins Zeug gelegt und einen der schönsten Titel im Snowboard-Genre abgeliefert. Dem Spieler steht ein kompletter Berg zur Verfügung, der noch einmal in drei Gipfel unterteilt ist und insgesamt 17 Pisten bietet. Im Gipfelstürmer-Modus beginnt man nach der Wahl eines von anfangs zehn Snowboardern die ruhmreiche Extremsportler-Karriere. Wie schon beim Vorgänger muss man sich in Rennen und Punktewettbewerben behaupten. Bei der Jagd nach einer guten Platzierung ist nicht nur eine gute Streckenkenntnis gefragt, sondern auch das Durchführen von möglichst spektakulären Tricks. Dieses Mal steht allerdings eine zweigeteilte Boost-Leiste bereit, die entweder einen Über- oder einen Super-Über-Trick ermöglicht. Wenn man gute Platzierungen erreicht, wird die Mühe mit der Verfügbarkeit des nächsten Gipfels und einer Stange Geld belohnt. In insgesamt fünf Stationen können neue Attribute für den Boarder, neue Outfits, Songs für die persönliche Playlist oder anderes Bonusmaterial erworben werden. Aufgrund der immensen Anzahl dieser Goodies ist auf jeden Fall für ausreichend Langzeitmotivation gesorgt.
Boarden bis zum Umfallen
Jeder Pistenabschnitt des gigantischen Felsens wurde abwechslungsreich und mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, auch wenn die Streckenabgrenzung nicht immer klar ersichtlich ist und somit auch mal ungewollte Ausflüge ins Nichts passieren. Die hin und wieder auftauchenden Ereignisse wie plötzliche Lawinen, umstürzende Bäume oder eine unter dem Snowboard wegbrechende Brücke sorgen zudem für herrliche Adrenalinschübe. Detailverliebte Boarder-Animationen, geniale Lichteffekte, viele Streckendetails (Reflexionen auf einer Eisplatte oder Schneeglitzern bei nächtlicher Fahrt) und eine unglaubliche Weitsicht sorgen dafür, dass SSX 3 zu einem Fest für die Augen wird. Allerdings wird die Boarder-Action von einem konstanten, leichten Ruckeln begleitet, das beim Spielen aber kaum ins Gewicht fällt. Besonders heftige Einbrüche in der Bildwiederholungsrate treten nur bei schnellen Haarnadel-Turns mit aufwendigen Hintergrundgrafiken auf und sind somit auf jeden Fall verschmerzbar. Der lizenzierte Sound ist mit seiner bunten Mischung aus rockigen und elektronischen Stücken ebenfalls sehr gut gelungen. Wer sich zu Hause schon mal so richtig auf die Snowboard-Saison einstimmen möchte, greift zu Electronic Arts SSX 3.
