Runbow: Kann dieses Spiel selbst gute Freunde trennen? Das kunterbunte Jump&Run im Test!
Test
Gute Freunde kann nach dem eingängigen Lied von Franz Beckenbauer ja bekanntlich niemand trennen. Die rasanten Mehrspieler-Runden in Runbow könnten diesen Umstand jedoch ändern. Wir haben das rasante Jump&Run auf der Nintendo Switch für euch ausprobiert und verraten in unserem Test unter anderem, ob das Spiel Mario Kart Konkurrenz macht.
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Mit Multiplayer-fokussierten Spielen vom Schlage eines Mario Kart oder Super Smash Bros. ist es ja so: Skill und Chaos treffen aufeinander. Einerseits reißt ihr ohne Können und Übung natürlich keine großen Erfolge an euch, andererseits spielt auch das unvorhersehbare Chaos eine entscheidende Rolle und ist vor allem ein wichtiger Teil des Spielspaßes. In diese Richtung tendiert auch Runbow (jetzt kaufen 29,95 € ) für die Switch, das neben der eShop-Version am 02. August als physische Handels-Version in der Deluxe-Variante erschienen ist, die sämtliche Zusatzinhalte beinhaltet, für die ihr im eShop sonst noch mal extra zur Kasse gebeten werdet. In der Neuauflage des bereits 2015 für die Wii U veröffentlichten Jump&Run-Titels müsst ihr leider auf den "ColourMaster"-Modus der Wii-U-Version verzichten, weil der Switch das hierfür notwendige Gamepad fehlt. Ansonsten aber erwartet euch der gleiche feinste Plattformer-Spaß, der sich weiterhin mehr als sehen lassen kann.
Plattform-Chaos
In Runbow gilt es, je nach Modus verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Im Abenteuer-Modus müsst ihr euch beispielsweise durch eine Vielzahl an Levels schlagen, bei denen ihr entweder möglichst schnell zum Ziel laufen oder eine bestimmte Anzahl Gegner besiegen sollt. Die Levels strotzen vor Hindernissen, Abgründen, Stacheln, Lava, anderen interaktiven Elementen, Gegnern und vor allem einem: farbigen Plattformen. Ständig wechselt der Hintergrund der Spielwelt seine Farbe; stimmen die Farbe einer Plattform und des Hintergrundes überein, verschwindet diese Plattform, solange der Hintergrund die gleiche Farbe hat. Dieses Prinzip ist in Runbow allgegenwärtig und stellt das Alleinstellungsmerkmal des Spiels dar, wodurch das Spiel anspruchsvoller ist als viele vergleichbare Genre-Vertreter. Nicht nur müsst ihr euch beeilen, auf Gegner Acht geben, dürft nicht herunterfallen und müsst obendrein noch geschickt durch die Welten hüpfen: auch die ständig verschwindenden und wieder auftauchenden Plattformen, durch die sich auch die Levels kontinuierlich verändern, solltet ihr unbedingt die ganze Zeit im Auge behalten. Viel zu tun also. Sobald ihr euch aber an diese Spielmechanik gewöhnt habt, wird sie mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit. Gelegentlich sorgen die Plattformen aber immer wieder für Chaos, egal, wie gut ihr seid.
Quelle: N-ZONE
Im Arena-Modus rücken euch nicht nur eure Gegner auf die Pelle, sondern auch die Levels selbst, die geprägt sind von Lava und anderen gefährlichen Dingen.
Modi für alle
Neben dem Abenteuer-Modus dürft ihr euer Können auch im besonders anspruchsvollen "Bowhemoth"-Modus beweisen, bei dem es keine Zwischen-Speicherpunkte gibt. Auch hier gilt es zumeist, möglichst schnell ans Ziel zu rennen und bis zu drei Medaillen für eine entsprechend gute Zeit zu verdienen. Während die beiden erstgenannten Modi sowohl allein als auch im Mehrspieler-Modus spielbar sind, trifft das auf die drei folgenden Modi nicht zu, für die ihr mindestens einen weiteren Mitstreiter benötigt, maximal dürft ihr zu acht ran. Bei "Gleich wird gerannt" gilt die gleiche Prämisse wie in den meisten Levels des Abenteuer-Modus, nämlich möglichst schnell ans Ziel zu laufen/hüpfen/rennen. Bei "Betritt die Arena" müsst ihr euch gegenseitig bekämpfen und als Letzter überleben, gleichzeitig stellen die Levels hier sehr feindselige Umgebungen dar, die langsam zerfallen und gespickt sind mit tödlichen Elementen. Bei "Gegrüßt sei der König des Hügels" müsst ihr insgesamt sieben volle Sekunden auf einer vorgegebenen Plattform verharren, um einen Level für euch zu entscheiden. Das muss aber nicht am Stück geschehen. Diese drei reinen Mehrspieler-Modi könnt ihr auch online bestreiten, wahlweise in öffentlichen oder privaten Räumen. Wir hatten allerdings meistens so einige Schwierigkeiten, andere Mitspieler zu finden, was schon bei der Wii-U-Version ein Problem war.
Leider keine CPU
Quelle: N-ZONE
Wenn die Farbe des Hintergrunds mit der Farbe der Plattform übereinstimmt, verschwindet Zweitere.
Zwar liegt der Fokus von Runbow ganz klar auf dem Multiplayer, dennoch gibt's auch als Einzelspieler genug zu tun, denn Abenteuer-Modus, Bowhemoth und Online-Modus dürft ihr alleine bestreiten, alle drei Modi bieten reichlich Inhalt. Motivieren soll euch außerdem das Freischalten von neuen Spielfiguren aus bekannten Nindie-Spielen wie zum Beispiel Shovel Knight aus dem gleichnamigen Titel oder Rusty aus SteamWorld Dig. Was zum Freischalten nötig ist, könnt ihr jederzeit einsehen. Ansonsten sorgt natürlich der Multiplayer für Langzeitspaß. Da ihr sämtliche Modi im Mehrspieler zocken dürft, bietet der einen wirklich großen Umfang. Einziger echter Wermutstropfen: Leider gibt es keine CPU-gesteuerten Mitspieler. Wenn ihr zu acht spielen wollt, müsst ihr auch wirklich acht reale Spieler vor der Switch sein. Doch auch "nur" zu zweit oder dritt bereitet Runbow jede Menge Spaß mit einer guten Mischung aus spielerischem Können und chaotischen Elementen wie den ständig wechselnden Plattformen. Im Arena-Modus fühlen wir uns fast ein bisschen wie in einem abgespeckten und besonders flotten Super Smash Bros. Und dank der wirklich großen Zahl unterschiedlicher Levels in den unterschiedlichen Modi müsst ihr schon wirklich sehr viel Runbow spielen, bis zu viel Routine aufkommt. Zockt ihr besonders fleißig, kommt ihr aber durchaus irgendwann an diesen Punkt. Muss aber ja nicht sonderlich schlimm sein, Mario Kart geht ja schließlich auch immer wieder, oder?
