Runaway: The Dream of the Turtle

Test Thomas Eder

Runaway: The Dream of the Turtle Eigentlich sollte alles nur ein entspannender Urlaub auf einer traumhaften hawaiianischen Insel werden, doch endete eine kleine Exkursion ins Landesinnere in einem Albtraum. Die Freundin des Hauptcharakters Brian ist seit einem Fallschirmsprung vermisst und Brian hat gerade einen Flugzeugabsturz inmitten des Dschungels mit einem blauen Auge überlebt. In dieser misslichen Lage übernehmt ihr die Kontrolle über den smarten Helden, der in diesem Moment noch absolut keine Ahnung hat, dass alles noch viel schlimmer kommen wird...

Im Dschungel sammelt ihr erste Erfahrungen im Umgang mit der Steuerung, die anfangs etwas umständlich wirkt, aber nach einiger Spielzeit doch meistens sehr gut funktioniert. Um eure Gegend zu untersuchen fahrt ihr mit dem Stylus über den Touchscreen und seht dann leicht herangezoomt die Umgebung. Mit dem Steuerkreuz wechselt ihr dabei zwischen den möglichen Aktionen mit den entdeckten Objekten hin und her. Brians Inventar ist auf der oberen Bildschirmhälfte zu sehen und kann per Druck auf das Touchpad geöffnet werden. Alternativ schaltet ihr einfach eure Gegenstände mit den Schultertasten durch.

Damit Brian sein Abenteuer auch heil übersteht, bedarf es nicht nur dem cleveren Einsatz der verschiedensten Gegenstände; er muss auch mit zahlreichen anderen Personen reden, um an Informationen zu kommen. So trefft ihr im Spielverlauf auf eine Menge cooler und auch sehr schräger Charaktere, deren Aussagen und Verhalten für eine Menge Lacher gut ist. Auch einige der Rätsel sind wirklich abgedreht, so müsst ihr beispielsweise einen Spielzeughund mit Whiskey füllen, um einen lästigen Affen unschädlich zu machen. Doch hört sich der Spaß beim teilweise zu hohen Schwierigkeitsgrad einiger Rätsel auf, die ohne Lösungshilfe wohl nur wenige Spieler schaffen werden.

Was die Technik anbelangt glänzt das Spiel durch seine quietsch bunte Comic-Optik, die sehr netten Umgebungen und unterhaltsamen Zwischensequenzen. Auch der Sound trägt viel mit zur gelungenen Atmosphäre des Spiels bei: Musik und Hintergrundgeräusche klingen sehr gut, lediglich auf eine Sprachausgabe muss der Spieler verzichten. Der Umfang mit seinen 6 Kapiteln geht voll in Ordnung, doch bleibt auch hier ein negativer (genretypischer) Beigeschmack: Der Wiederspielwert eines Point & Click-Adventures ist nach dem Durchspielen verhältnismäßig gering. Freunde des Genres, denen dieser Umstand wenig ausmacht und die keine Herausforderung scheuen, werden mit Runaway auf jeden Fall ihre Freude haben!

Bildergalerie

Wertung zu Runaway: The Dream Of The Turtle (NDS)

Wertung:

77 /10
Pro & Contra
Schöne PräsentationHumorvolle Story
Teils zu schwere RätselWenig Wiederspielwert
Fazit

Spaßiges aber stellenweise auch sehr schweres Point&Click-Adventure mit schicker Optik und großem Umfang.

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