Rumble Roses

Test

Diese Lady kennt ganz besondere Heilmethoden. Diese Lady kennt ganz besondere Heilmethoden. Seit Beginn der Videospielgeschichte wird mit dem Motto "Sex sells" der eine oder andere Extragroschen in der Branche verdient. Abgesehen von einigen wenigen gut spielbaren Vertretern wie zum Beispiel den diversen Abenteuer des Herrn Larry Laffer sind Story und Gameplay meistens Nebensache; Hauptsache, es wird viel leicht bekleidetes, weibliches Pixelfleisch gezeigt. Rumble Roses von Konami ist in Anbetracht dieser Thematik ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite wird offensichtlich mit viel nackter Haut und übertriebenen Nahaufnahmen gearbeitet, andererseits ist das Wrestling-Gameplay durchaus gelungen.

Ran an die Puppen
Beim Umfang kann Rumble Roses auf keinen Fall mit dem Genreprimus WWE Smackdown! vs. Raw mithalten. Es gibt gerade einmal einen Story- und einen Schaukampf-Modus. Letzterer beinhaltet einen Zweispieler-Arenakampf, einen ziemlich überflüssigen Schlammkampf und einen Weltrang-Modus, in dem man mit den streitlustigen Mädels Kämpfe unter bestimmten Bedingungen bestehen muss. So darf man etwa die Blocktaste nicht verwenden, muss drei Piledriver hintereinander ausführen oder darf während des Fights den Ring nicht verlassen. Im Story-Modus wählt man aus 22 Wrestlerinnen seine Favoritin aus und durchlebt acht Kämpfe, die durch Zwischensequenzen miteinander verknüpft sind. Angefangen von den untalentierten Sprechern bis hin zu den hölzernen Animationen können die Filmschnipsel mit Fug und Recht als misslungen bezeichnet werden. Wirft man einen Blick auf das Ringgeschehen selbst, präsentiert sich die Keilerei von einer ganz anderen Seite: Die Steuerung ist schnell erlernt und erlaubt anfänglich eine Vielzahl an Griffen, Schlägen und Würfen. Außerdem steuert sich jede Wrestlerin anders. So sprintet die sadistische Krankenschwester Anesthesia schnell durch den Ring und verwendet viele Sprungattacken, während die Latex-Teufelin Evil Rose mit ihren hochhackigen Stiefeln gerne Tritte verteilt und zu Aufgabegriffen neigt. Bei erfolgreicher Anwendung der Aktionen füllt sich eine Powerleiste; ist diese voll, kann ein spezieller Killer-Move ausgeführt werden, der ordentlich Energie abzieht und meistens mit einem Pin der Gegnerin endet. Leider kennt man nach zwei Kämpfen alle Tricks und die Fights werden dann schnell langweilig. Hier fehlt die Spieltiefe, die das (übrigens vom gleichen Entwicklungsstudio erstellte) Konkurrenzprodukt von THQ besitzt. Die Animationen der Ringerinnen sehen sehr gut aus; die Hintergründe sind etwas detailarm und eine Auswahl von nur vier Arenen lässt Abwechslung vermissen. Untermalt sind die Kämpfe mit Rocksongs, die mit ihrem Dixie-Locomotion-Charme zur Thematik passen, den Spieler aber nicht wirklich vom Hocker reißen.

Bildergalerie

Wertung zu Rumble Roses (PS2)

Wertung:

69 /10
Fazit

Durchschnittliches Wrestling-Spiel mit guter Steuerung, dürftigem Umfang und viel nackter Haut.

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