Rock Band: AC/DC Live für Xbox 360 im Test

Test

Diese Cyber-Punk-Braut ist definitiv kein Bandmitglied von AC/DC. Diese Cyber-Punk-Braut ist definitiv kein Bandmitglied von AC/DC. Die Mucke der australischen Hardrock-Band eignet sich perfekt für ein Spiel wie Rock Band. Und wenn die Songs dann auch noch live eingespielt wurden, sorgt das zusätzlich für Stadionatmosphäre im heimischen Wohnzimmer. Anders als etwa das komplette Foo-Fighters-Album The Colour and the Shape ist Rock Band: AC/DC Live kein bloßer Download-Content, sondern ein Stand-alone-Game, welches auch unabhängig von Rock Band (oder Rock Band 2) gespielt werden kann. Allerdings finden Käufer in der Packung einen Code, mit dem sich die Tracks auch aus dem Rock Band-Store herunterladen und in den beiden Hauptspielen verwenden lassen. So müsst ihr nicht immer die Disc wechseln, wenn gerade das Original im Laufwerksschacht rotiert und euch beispielsweise der Sinn nach "Let there be Rock" steht. Leider riecht AC/DC Live dennoch verdächtig nach Mogelpackung ...

Die live eingespielten Lieder schaffen Konzertfeeling. Die live eingespielten Lieder schaffen Konzertfeeling.

Keine Zugabe
Auf der Setlist befinden sich AC/DC-Klassiker wie Highway to Hell oder Thunderstruck. Auf der Setlist befinden sich AC/DC-Klassiker wie Highway to Hell oder Thunderstruck. Bei einer UVP von knappen 40 Euro ließe sich die magere Zahl von 18 Songs irgendwie verschmerzen, wenn man dem geneigten AC/DC-Fan viel "Drumherum" wie Interviews mit der Band, Backstage-Aufnahmen, Trivia-Facts oder einfach nur lustige Tour-Anekdoten in den Ladepausen beschert hätte. Aber von Angus Young und Co. fehlt jede Spur. Noch nicht einmal in virtueller Form, also als Spielcharaktere, hat es die Truppe auf die Scheibe geschafft. Das ist arm - und leider noch nicht alles: Es gibt keinen World-Tour-Modus, keine Challenges, keinen Online-Part (!) und noch nicht mal einen Charakter-Editor. Ihr spielt euch mit zufallsgenerierten Figuren solo oder maximal als Quartett durch die 18 Stücke - das war's. Neuerungen aus Rock Band 2, etwa den "No fail"-Modus oder die Möglichkeit, während der "Karriere" auf ein anderes Instrument zu wechseln, sucht man ebenfalls vergebens. Belohnungen oder Freischaltbares? Fehlanzeige.

Bildergalerie

Rockstar-Allüren
Zu Tracks wie T.N.T. kann man ordentlich abrocken. Egal an welchem Instrument. Zu Tracks wie T.N.T. kann man ordentlich abrocken. Egal an welchem Instrument. All das gilt allerdings nur, wenn man "von der Disc" spielt. Importiert man die Songs ins Hauptspiel, hat man dann natürlich den vollen Funktionsumfang - und mit dem im Februar kommenden zweiten Teil sogar noch zahlreiche weitere Features. Aber als alleinstehendes Produkt bietet Rock Band: AC/DC Live eindeutig zu wenig fürs Geld. Immerhin sind die Live-Tracks von erstaunlich guter Qualität - sowohl soundtechnisch als auch in spielerischer Hinsicht. "Thunderstruck", "Hells Bells" und "Highway to Hell" kennt sowieso jeder, aber auch mit den restlichen Stücken kann man eine Menge Spaß haben. Leider wurde der US-Verkaufspreis des Spiels wieder einmal 1:1 umgerechnet. So legt man pro Song gut 2,20 Euro auf die Ladentheke - deutlich mehr als im Rock Band-Store, wo die anderen Lieder maximal mit 1,49 Euro zu Buche schlagen.

Wertung zu Rock Band: AC/DC Live (X360)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Drummer haben besonders viel Spaß, Gitarristen werden stark gefordert.Die per Code herunterladbaren Tracks sind im Hauptspiel nutzbar.
Der Umfang des Spiels als Stand-alone-Game ist mit 18 Songs zu gering.Die Musiker tauchen weder im Spiel auf, noch gibt es einen Charakter-Editor.Kein Zusatz-Content wie Band-Interviews oder Ähnliches.Ohne Online-Modus; wer Rock Band nicht besitzt, bleibt offline.

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