Roblox: So unglaublich dominant ist die Plattform im Vergleich zu Steam, Fortnite und Playstation
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Eine Plattform zieht der gesamten Branche davon. Neue Zahlen zeigen, wie stark Roblox Aufmerksamkeit bindet und warum klassische Gaming-Größen immer öfter ins Hintertreffen geraten.
Roblox ist längst mehr als ein Kinderspielplatz. Doch das tatsächliche Ausmaß seiner Dominanz wird erst jetzt greifbar. Der Analyst Matthew Ball hat in seinem Bericht zu den Spieleindustrie-Trends 2025 Zahlen vorgelegt, die selbst erfahrene Beobachter schlucken lassen. Roblox wächst nicht nur weiter, sondern saugt einen Großteil der verfügbaren Aufmerksamkeit auf sich. Das geschieht in einem Markt, der sonst stagniert.
Roblox zieht der Branche davon
Laut Ball verbrachten Spieler 2025 monatlich rund 10,25 Milliarden Stunden in Roblox (jetzt kaufen 25,00 € ). Damit liegt die Plattform über Steam, Fortnite und PlayStation zusammen. Diese Zahl allein zeigt, wie sehr sich Spielzeit inzwischen auf wenige Ökosysteme konzentriert. Noch drastischer wird es beim Wachstum. Außerhalb Chinas stagnierte die Spieleindustrie 2025 weitgehend. Roblox war für 67 Prozent des gesamten Wachstums verantwortlich.
Eine einzelne Plattform treibt also zwei Drittel der Dynamik einer globalen Branche. Gleichzeitig lag Robloxs Anteil an den gesamten Konsumausgaben über PC, Konsole und Mobile hinweg bei über 4,5 Prozent. Die Nutzerzahlen passen ins Bild. Mehr als 150 Millionen täglich aktive Spieler bedeuten ein Plus von 69 Prozent gegenüber 2024. Das ist kein langsames Ausrollen, sondern ein massiver Sprung.
Aufmerksamkeit als neue Leitwährung
Richtig brisant ist der Vergleich außerhalb klassischer Games. Ball sieht Roblox inzwischen in direkter Konkurrenz zu Netflix, zumindest bei der verbrachten Zeit. Während Netflix beim Engagement nur noch um etwa ein Prozent pro Jahr wächst, liegt Roblox seit 2022 konstant zwischen 25 und 70 Prozent. Einzelne Erlebnisse innerhalb der Plattform übertreffen sogar komplette Publisher-Kataloge. Das Spiel Grow a Garden erzielte 2025 monatlich mehr Spielstunden als alle Blizzard-Titel im Jahr 2024 zusammen. Diese Dominanz hat jedoch eine Kehrseite.
Themen wie Kindersicherheit, aggressive Monetarisierung und Arbeitsbedingungen stehen seit Jahren in der Kritik. Gerade deshalb warnt Ball davor, Roblox einfach kopieren zu wollen. Wachstum entsteht nicht durch Nachahmung, sondern durch das Verständnis, dass es nicht mehr die eine Videospielindustrie gibt. Roblox zeigt, wie fragmentiert der Markt geworden ist. Wer Aufmerksamkeit gewinnen will, konkurriert längst nicht mehr nur mit anderen Spielen, sondern mit Plattformen, die ganze Lebenswelten ersetzen. Was sagt ihr zu dieser Entwicklung?
Quelle: pcgamer
