Risen 2: Dark Waters im Test für PS3 und Xbox 360 - Atmosphärisches Rollenspiel mit indiskutabler Technik
TestRisen 2 im Test für PlayStation 3 und Xbox 360: Wir haben die Konsolen-Version von Risen 2: Dark Waters getestet und verraten euch in diesem Risen 2-Review unsere Eindrücke zum Piratenabenteuer. Während die Spiels sowie die Quest viel Abwechslung bieten, ist das Spiel in technischer Hinsicht eine Katastrophe.
Risen 2: Dark Waters im Test für PS3 und Xbox 360: Der deutsche Entwickler Piranha Bytes ist bekannt für atmosphärische Rollenspiele inmitten lebendiger Fantasy-Welten. Zumindest auf dem PC. Konsolenspieler verbinden den Namen des Studios vor allem mit einer technischen Katastrophe: Risen, einer lausigen Xbox-360-Portierung, die miese Grafik mit grässlicher Performance kombinierte. Teil 2 wird dem berüchtigten Ruf seines Vorgängers gerecht. Auch Risen 2: Dark Waters leidet unter etlichen technischen Problemen, von detailarmen Texturen über störende Clipping-Fehler bis hin zu einer nervig-niedrigen Framerate. Das ist besonders bitter, weil unter all diesen Makeln ein Rohdiamant des Rollenspiel-Genres steckt, wunderbar stimmungsvoll und motivierend bis zum Schluss, trotz anspruchsloser Kämpfe. Unsere Eindrücke aus Risen 2 für PS3 und Xbox 360 lest ihr im folgenden Testbericht.
Darum geht es in Risen 2: Dark Waters
Die Ereignisse des ersten Teils (erschien nur für Xbox 360) spielen in Risen 2 kaum eine Rolle. Hier die Kurzfassung der vorangegangenen Geschichte: Ein namenloser Held befreit eine tropische Insel von einem alten Übel, einem sogenannten Titanenlord. Dabei ebnet er aber aus Versehen den Weg für die Kumpels des Fieslings, die sogleich große Teile der Welt in Schutt und Asche legen. Zusammen mit einer alten Bekannten, der Piratenbraut Patty, sticht der Protagonist zu Beginn von Risen 2 in See, um die bösartige Mara einzufangen, einen der Titanenlords. Dazu sucht ihr nach vier magischen Artefakten und bereist sechs Inseln.
Das hat uns gefallen
Lebendige Spielwelt, starke Atmosphäre
Quelle: Deep Silver
In den Multiple-Choice-Dialogen wird kräftig geflucht. Oft stehen euch mehrere Verhaltensweisen offen.
Risen 2 steckt euch in die Welt der Piraten – wenn ihr auch nur ansatzweise auf die Freibeuter der Meere steht, fühlt ihr euch dort garantiert pudelwohl. Die Welt von Risen 2 atmet und lebt: In den Städten folgen Dutzende NPCs einem realistischen Tagesablauf, im Dschungel legen sich Monster des Nachts schlafen; der Held verdingt sich als Schmied, brät Fleisch am Lagerfeuer, hebt Schätze, schürft Erz und Gold oder weidet Tiere aus und verkauft die Trophäen. Die Atmosphäre ist so dicht wie in kaum einem anderen Rollenspiel. Ein Verdienst, zu dem die tollen Soundeffekte (plätschernder Regen, krachender Donner) und die starke Musikuntermalung (von idyllisch bis mitreißend) ihren Teil beitragen. Die deutschen Stimmen verleihen den meisten Figuren zudem eine ganz eigene, oft herrlich bärbeißige Persönlichkeit; die Dialoge sprühen vor Wortwitz.
Offene Spielwelt mit viel Raum zum Erkunden
Die Eilande fallen zwar kompakter aus als alles, was ihr aus Skyrim gewohnt seid, bieten aber dennoch viel Platz zum Erkunden abseits der Hauptpfade. Alle paar Minuten stoßt ihr auf eine verborgene Höhle, räumt einen verlassenen Turm aus, hebt einen verborgenen Schatz oder macht des Nachts Jagd auf einen brandgefährlichen Jaguar. Nach der Hälfte des Spiels schwingt ihr euch sogar zum Kapitän eines Piratenschiffs auf und reist nach Lust und Laune von einer Insel zur nächsten. Der rote Faden geht dabei nie verloren, dennoch fühlt sich das Spielerlebnis sehr frei und nicht linear an. Bravo!
Interessante Spezialfähigkeiten
Im Spielverlauf erlernt euer Held sogenannte schmutzige Tricks. Mit denen spuckt er etwa Feuer (eine Flasche Brandöl im Inventar vorausgesetzt), beschäftigt Gegner mit einem flatternden Papagei, wirft Feinden Sand in die Augen oder gibt einen Schuss aus seiner Pistole ab. Zusammen mit Block- und Konterbewegungen geraten dadurch Schwertduelle mit Menschen zu einem fein animierten Klingentanz. Die Tricks erweisen sich als sehr hilfreich, besonders im Kampf gegen Gruppen. Allerdings sind viele erst sehr spät verfügbar. Die schmutzigen Tricks machen die Gefechte aber auf jeden Fall dynamischer und spannender als im ersten Risen.
Passend zum Fluch der Karibik-Szenario gibt es in Risen 2 keine traditionelle Elementarzauberei, sondern Voodookräfte. Damit fertigt ihr an Altären Zepter an, die ihr im Kampf wie eine Waffe schwingt. Das Zepter der Furcht versetzt Feinde zum Beispiel in eine minutenlange Schockstarre. Mit dem Zepter der Macht dagegen hetzt ihr zwei Kreaturen oder Menschen aufeinander. Außerdem gibt es noch Fluchpuppen, die einen Feind kurzzeitig schwächen.
Im Spielverlauf entscheidet ihr euch zwischen zwei Fraktionen: Schließt ihr euch der Inquisition an, erlernt ihr den Umgang mit Musketen. Freunde der dunkelhäutigen Ureinwohner nutzen dagegen die komplette Bandbreite der Voodozauber. Gut: Auch Inquisitionsanhänger dürfen Voodootränke brauen und Eingeborenen-Sympathisanten erhalten ebenfalls ein Gewehr, das aber weniger Bums hat als die Inquisitionsknarren.
In diesem Artikel
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- Seite 2 Risen 2: Dark Waters im Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns gefallen - Quests, Steuerung
- Seite 3 Risen 2: Dark Waters im Test für PS3 und Xbox 360 - Das hat uns nicht so gut gefallen + Wertung und Fazit
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Bildergalerie
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