Auf solchen Standbildern sieht die Hafenstadt wirklich ansehnlich aus. Im Spiel wirkt sie ob mangelnder Interaktionsmöglichkeiten recht statisch.
Bis auf das eine oder andere Stärke-Upgrade mussten wir von den Funktionen kaum Gebrauch machen, um selbst den letzten Endgegner in den Hades zu schicken. Das ist gerade deshalb so schade, weil die vorhandenen Elemente im Grunde ja gut funktionieren. Das Kampfsystem macht durchaus Spaß, nur stellen sich allzu schnell Ermüdungserscheinungen ein und man greift eben auf die immer gleiche Kombo zurück, um Kämpfe schnell zu beenden. Was dann bleibt, sind jede Menge abgehackter Körperteile. In Rise of the Argonauts geht es eher blutig zu statt gut durch.
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Rise of the Argonauts - Xbox 360 (BILD: X3 - DAS BESTE FÜR DEINE BOX)
Auch der Rollenspiel-Part kommt zu kurz. So gibt es zum Beispiel in den Umgebungen rein gar nichts zu entdecken. In der Hafenstadt Mykene wimmelt es von Händlern, überall stehen Kisten und Fässer herum. Doch weder könnt ihr bei den Händlern einkaufen, noch in Objekte hineinschauen oder diese gar zerschlagen. Das antike Griechenland wirkt hier einfach zu statisch, als dass man vollends in diese faszinierende Welt eintauchen könnte. Auch die Tiefe des an Mass Effect angelehnten Dialog-Systems wird kaum ausgeschöpft. Waren die verschiedenen Antwort-Optionen im Sci-Fi-Kracher noch maßgeblich für die Entwicklung der Story verantwortlich, ist der Ausgang eines Gesprächs in Rise of the Argonauts vorbestimmt. Überhaupt sind die meisten Dialoge vollkommen uninteressant für die Geschichte und oft langatmig inszeniert. Einziges Highlight: an einer Stelle müsst ihr mit Iason eine philosophische Debatte führen.
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Auch diese hat für die Geschichte zwar keinerlei Bedeutung, doch hat man hier zumindest den Eindruck, dass man den Dialog tatsächlich beeinflusst. Im negativen Sinne wieder wett gemacht werden solche seltenen starken Momente durch eine fürchterliche deutsche Synchro, die obendrein mit stark schwankender Soundqualität zu kämpfen hat. Permanent wechselt die Höhe der Stimmen oder die Qualität der Sprachsamples. Auch grafisch hat der Titel mit Schwächen zu kämpfen. Die Optik an sich geht zwar in Ordnung. Doch ärgert man sich über heftiges Tearing, also einen "Nachzieh-Effekt", der das Bild zerreißt (siehe Screenshot). Letztendlich ist es also tatsächlich das Setting, das nicht nur den stärksten Punkt der Geschichte um König Iason und seine Argonauten ausmacht, sondern Rise of the Argonauts auch vor dem Durchschnitt rettet.
