Ridge Racer Unbounded im Test für PS3 und Xbox 360: Ordentlicher, aber enttäuschender Neustart für die Reihe
TestRidge Racer Unbounded im Test für PS3 und Xbox 360! Ein tragischer Unfall: Die weltberühmte Rennspiel-Serie driftet ab - und zwar direkt ins Genre-Mittelmaß! Was ist schiefgelaufen? Das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zu Ridge Racer Unbounded.
Ridge Racer Unbounded im Test für PS3 und Xbox 360. Namco Bandai betreibt mit Ridge Racer Unbounded Etikettenschwindel: Das Spiel trägt zwar den Namen der berühmten japanischen Rennspiel-Serie, ist inhaltlich aber eher ein Burnout-Verschnitt mit Split Second-Anleihen. "Klingt doch total super, wurde mal Zeit, dass die Serie renoviert wird", sollte man nun meinen. Aber weit gefehlt: Denn Unbounded (was übersetzt ironischerweise "unkontrolliert" heißt) ist ein Rennspiel, das es offenbar jedem recht machen will - und genau dadurch keine eigene Identität entwickeln kann.
Was uns an Ridge Racer Unbounded gefallen hat - und was weniger -, lest ihr in unserem nachfolgenden Test. Während ihr die Plus-Punkte auf dieser Seite findet, fassen wir die Kritikpunkte auf der zweiten Seite dieses Artikels zusammen. Positiv hervorheben lassen sich unter anderem die extrem schicken Kurse. Auch der Stunt-Modus konnte uns im Test zu Ridge Racer Unbounded überzeugen. Negativ ins Gewicht fällt die biedere Präsentation des Rennspiels: Ein ordentlich gemachtes Intro, ein paar kurze Zwischeneinspieler - mehr Drumherum wird hier nicht geboten.
Das hat uns an Ridge Racer Unbounded gefallen:
Einige extrem schicke Kurse
Quelle: Videogameszone
Untergangsstimmung: Der letzte Stadtbezirk hört auf den Namen "Ghost Bay" und ist entsprechend düster gestaltet.
Die Solo-Kampagne umfasst insgesamt 64 Einzelrennen. Für Abwechslung sorgen dabei neun unterschiedliche Stadtteile: vom Hafenbereich über die Innenstadt bis hin zum Industriegebiet. Vor allem gegen Ende packen die Entwickler einige wirklich sehr schick anzusehende Rennstrecken aus: Der letzte Bezirk heißt beispielsweise Ghost Bay und ist entsprechend düster gestaltet - inklusive cooler Farbfilter. Überhaupt wirkt die Optik recht ansprechend: Das Geschehen läuft ruckelfrei mit 30 Bildern pro Sekunde, die Effekte wirken spektakulär, das Geschwindigkeitsgefühl passt.
Der coole Stunt-Modus
Der Rennvariante "Zeitprüfung" ist das Highlight des Spiels: Denn diese erinnert frappierend an den PC-Hit Trackmania und führt euch durch komplizierte Hinderniskurse voller Rampen und Steilkurven. Auch hier geht es darum, die vorgegebene Bestzeit zu knacken. Der Clou an der Sache: Wenn ihr eines der überall auf der Strecke verteilten Ridge Racer-Symbole einsammelt, wird der Timer jeweils für zwei Sekunden angehalten - eine ebenso clevere wie packende Angelegenheit.
Der ebenso simple wie mächtige Streckeneditor
In Ridge Racer Unbounded bastelt ihr euch eure Pisten selbst! Und so geht's: Auf einer Art Schachbrett verteilt ihr quadratische Bausteine und erschafft so innerhalb weniger Minuten eine individuelle Rennstrecke. Wer seinem Werk noch mehr Pfiff verpassen will, der kann im fortgeschrittenen Modus weitere Details wie etwa einen Tankwagen oder Rampen einbauen. Auf Knopfdruck darf die fertige Strecke sodann Probe gefahren und schließlich mit der Online-Community geteilt werden.
