Ridge Racer 2

Test

Das Referenz-Rennspiel aus der Retorte

Nicht nur der Spieler, auch die Gegner machen fleißig Gebrauch vom Nitro-System. BILD: PLAYZONE Nicht nur der Spieler, auch die Gegner machen fleißig Gebrauch vom Nitro-System. BILD: PLAYZONE Als die PSP Ende 2004 in Japan erschien, war Ridge Racer einer der ersten Titel für die neue Konsole. Mit Grafik in Beinahe-PS2-Qualität bei bombastischen 60 Bildern pro Sekunde wurde das Spiel umgehend zum Paradebeispiel für die Leistungsfähigkeit des Geräts. Trotz des engen Zeitplans hatte es Namco geschafft, ein technisch annähernd perfektes Produkt zum Start der Konsole fertigzustellen - da fiel es nicht weiter ins Gewicht, dass spielerisch fast nur bekannte Kost serviert wurde und die zwölf Strecken allesamt aus den zahlreichen Vorgängern stammten. Eher im Gegenteil: Die Kurse aus Rave Racer hatten es ohnehin nie zuvor in eine Heimversion geschafft und es war ein Beweis für die PSP-Power, dass Namco keine großen Änderungen am Streckenverlauf und der Optik vornehmen musste.

Aus alt mach neu

Im neu hinzugekommenen Arcade-Modus müssen Sie rechtzeitig Checkpoints erreichen. 
BILD: PLAYZONE Im neu hinzugekommenen Arcade-Modus müssen Sie rechtzeitig Checkpoints erreichen. BILD: PLAYZONE Während dies seinerzeit noch wohlwollend aufgenommen wurde, dürften die Reaktionen diesmal weniger euphorisch ausfallen: Was Recycling von alten Spielinhalten angeht, macht Namco mit Ridge Racer 2 sogar den Aufguss-Altmeistern von Capcom Konkurrenz. Anstatt die fast zwei Jahre seit der ersten PSP-Episode kreativ zu nutzen, hat man lediglich die Ridge Racer-Archive nach bisher nicht wiederverwerteten Strecken durchsucht und neun weitere davon auf die PSP gebracht.

So stehen diesmal satte 21 Kurse zur Wahl, wobei vor allem die PlayStation-Exklusiventwicklung Ridge Racer Type 4 stärker berücksichtigt wurde - waren beim ersten Teil gerade mal zwei der R4-Kurse spielbar, so sind es diesmal alle neun. Die Experten-Strecke aus Ridge Racer Revolution und zwei der topografisch besonders reizvollen Rage Racer-Kurse sind die weiteren Neuzugänge und komplettieren das Streckenpaket aus diesen Episoden, nur das PS2-Debüt Ridge Racer V ist weiterhin nicht vollständig vertreten.

Auch die weiteren "Neuerungen" bringen nur Altbekanntes zurück: Aus dem Single-Race-Modus wurde wieder ein Arcade-Modus samt Zeitlimit und Checkpoints, zusätzlich gibt's diesmal einen Survival-Modus. Hierbei treten vier Fahrer bei einem Drei-Runden-Rennen gegeneinander an, wobei der jeweils Letzte am Ende einer Runde sofort ausscheidet und am Ende nur der Sieger übrig bleibt. Am motivierendsten ist aber erneut der World-Tour-Modus, der Sie auf immer neue Kombinationen von Strecken schickt, wobei die Anforderungen an Ihre Fahrleistungen ständig ansteigen - wie schon der Vorgänger fängt auch Ridge Racer 2 ziemlich einfach an und stellt erst später eine ernst zu nehmende Herausforderung für Profis dar.

Ebenso gewohnt ist der Techno-Soundtrack, der nochmals um zwölf "neue" Stücke (Serien-Klassiker und Remixes) ergänzt wurde. Auch die speziellen Features des ersten PSP-Ridge Racer wurden beibehalten: Das Nitro-System und der WLAN-Link-Modus für bis zu acht Spieler sind erneut mit von der Partie. Optisch und spielerisch gleichen sich das Spiel und sein Vorgänger dermaßen, dass man sich fragen muss, warum Namco nicht einen Linkmodus zwischen Teil 1 und Teil 2 eingebaut hat, solange man sich auf die alten zwölf Strecken beschränkt.

Bildergalerie: Ridge Racer 2
Bild 1-3
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Wertung zu Ridge Racer 2 (PSP)

Wertung:

92 /10
Pro & Contra
Technisch immer noch brillantFast verdoppelter UmfangKlassisches Drift-Feeling
Praktisch nichts Neues
Fazit

An sich "nur" der Vorgänger mit neun zusätzlichen Strecken. Und damit das beste PSP-Rennspiel bisher!

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